Mitglieder hautnah: Im Interview mit uns berichten die Mitglieder der Genossenschaft Kieselstein ERP eG, warum sie Mitglied bei der OSB Alliance geworden sind. Die Kieselstein ERP eG entstand, um das bisher verwendeten ERP System HELIUM V in der bestehenden Form weiter zu betreiben. Sie wollen mit ihrer Mitgliedschaft in der OSB Alliance den Open-Source-Gedanken, der im Endeffekt in der digitalen Souveränität mündet, unterstützen und so weiteren Unternehmen die Möglichkeit geben, auch im ERP Bereich den Open-Source-Gedanken zu leben und damit von den verschiedenen Herstellern unabhängig zu werden.
Am 8. Oktober 2023 wird sowohl in Bayern als auch in Hessen gewählt. Die Open Source Business Alliance hat diese bevorstehenden Landtagswahlen zum Anlass genommen, den Parteien im Vorfeld Wahlprüfsteine mit Fragen rund um digitale Souveränität, Open Source und offene Standards zuzuschicken. Das gibt den Wählenden die Gelegenheit, sich selbst ein Bild davon zu machen, wie ernst es den Parteien mit diesen Themen ist und welche Priorität die digitale Souveränität und der Einsatz von Open Source Software bei ihnen für das Regierungshandeln nach der Wahl hat. Die Antworten bieten den Wählerinnen und Wählern in Bayern und Hessen wichtige Informationen für ihre Wahlentscheidungen.
Die Bundesregierung will mit dem Vergabetransformationspaket das Vergaberecht ändern und Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung fördern. Dies erfordert, die Beschaffungsprozesse zu vereinfachen und gleichzeitig nachhaltige Praktiken zu betonen. Open Source kann dabei helfen, diese Ziele zu vereinen und die staatliche digitale Souveränität zu stärken. Ein juristisches Gutachten unterstützt diesen Ansatz. Es bleibt abzuwarten, wie die Regierung Open Source im Gesetzentwurf integriert, der bis Ende des Jahres erwartet wird.
Das Sovereign-Cloud-Stack-Projekt veröffentlicht das fünfte Release. Im Mittelpunkt von Release 5 steht der Ausbau der Qualitätssicherung, die weitere Standardisierung der Technologiebausteine sowie der Ausbau und die Weiterentwicklung der Container-Schicht auf Basis von Kubernetes Cluster-API und Cluster Stacks. SCS stellt alle Cloud-technologischen Grundlagen zur Verwirklichung digitaler Souveränität und zur Umsetzung von Open-Source-Strategien bereit. Viele Nutzer von Cloud-Diensten aus dem öffentlichen, aber auch aus dem privatwirtschaftlichen Bereich und der Wissenschaft, erwarten von ihrer Cloud containerbasierte Technologie, die im besten Fall digital-souverän gehostet und betrieben werden kann.
Im Dezember 2022 hat die Bundesregierung das Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS) gegründet, das die öffentliche Verwaltung beim Einsatz von Open Source Software unterstützen soll. Das ZenDiS ist Träger von zentralen Projekten wie dem OpenCoDE Repository und dem Souveränen Arbeitsplatz für die öffentliche Verwaltung. Im Interview mit uns spricht Andreas Reckert-Lodde, Interimsgeschäftsführer des ZenDiS, darüber, warum der Einsatz von Open Source in der Verwaltung gerade in Zeiten einer angespannten Haushaltslage nachhaltig und sinnvoll ist, wie die Bund-Länder-Zusammenarbeit mit dem ZenDiS funktionieren wird, wie OpenCoDE weiterentwickelt werden könnte und vieles mehr.
Mitglieder hautnah! Im Interview mit uns spricht Cédric Ulmer, dem CEO von France Labs. France Labs ist der Hersteller von Datafari. Öffentliche und private Organisationen nutzen Datafari Enterprise Search, um ihre Informationen auch in PDFs, MS Office-Dokumenten und Bildern durchsuchen zu können. Darüberhinaus stellt das Team sein Fachwissen über Open Source Stacks wie Apache Solr, Apache ManifoldCF zur Verfügung. Für Cédric Ulmer entspricht digitale Souveränität einem Äquivalent zur Energie- oder Ernährungssouveränität. Digitale Souveränität bedeutet, in Bezug auf die digitale Infrastruktur und Software unabhängig zu sein, denn digitale Technologien werden genauso lebenswichtig wie Lebensmittel, Wasser oder Strom.
Die OSB Alliance hat am 23. August in einer Stellungnahme den Gesetzentwurf der CDU kritisiert, der im Rahmen der Reform des Thüringer Vergabegesetzes den bisher geltenden Vorrang von Open Source Software bei der Beschaffung ersatzlos streichen will. Am Mittwoch, den 06.09.2023 fand im Thüringer Landtag eine öffentliche Anhörung statt, in der OSB Alliance-Vorstandsmitglied Lothar Becker unsere Position noch einmal dargelegt und die Fragen der Landtagsabgeordneten dazu beantwortet hat. Die CDU hat hierbei signalisiert, dass sie bereit ist, den Vorrang für Open Source im Zuge der Vergabereform doch zu bewahren.
Hier finden Sie die Rede von Lothar Becker im Ausschuss für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft im Thüringer Landtag.
Zivilgesellschaft und Open-Source-Wirtschaft ziehen eine negative Halbzeitbilanz für die Digitalpolitik der Bundesregierung und fordern deshalb: Die Bundesregierung und die Koalitionsfraktionen im Bundestag müssen jetzt dringend ihre digitalpolitischen Versprechen aus dem Koalitionsvertrag umsetzen. Dafür müssen sie im Haushalt 2024 ausreichend Mittel bereitstellen. Die Zivilgesellschaft muss stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Es gibt in dieser Legislatur noch ein kurzes Zeitfenster dafür, Deutschland auf einen nachhaltigen, inklusiven digitalpolitischen Kurs zu lenken. Diese Chance darf die Regierung nicht vertun.
Thüringen war 2020 das erste Bundesland, das einen Vorrang für Open Source Software bei der Beschaffung durch die öffentliche Hand im Vergabegesetz des Landes verankert hat. Nun soll in Thüringen das Vergabegesetz reformiert werden. Derzeit liegen zwei konkurrierende Gesetzentwürfe vor, der Gesetzentwurf der CDU will hierbei den bisher geltenden Vorrang für Open Source Software bei der Beschaffung ersatzlos streichen. Die OSB Alliance mahnt an, dass bei der Gesetzesreform dieser vorrangige Einsatz von Open Source Software und offenen Standards unbedingt beibehalten werden muss. Außerdem macht die OSB Alliance einen Vorschlag, wie der bestehende Absatz im Gesetz noch verbessert werden kann.
Die Open Source Business Alliance befürwortet ausdrücklich die Ziele des Cyber Resilience Act, die Qualität und Sicherheitsstandards von IT-Produkten zu erhöhen und sieht kommerzielle Software-Anbieter hierbei in der Verantwortung. Allerdings stellen einige derzeit noch unscharfe Formulierungen in den aktuellen Entwürfen eine erhebliche Gefahr für das europäische Open-Source-Ökosystem und somit für die Innovations- und Wertschöpfungsfähigkeit des gesamten europäischen IT-Sektors dar. Die Bundesregierung muss sich daher bei den anstehenden Trilogverhandlungen dafür einsetzen, dass das Open-Source-Ökosystem ausreichend geschützt wird.









