Aurelie Herbelot, eine Expertin der Computerlinguistik, gründete die Denotation UG, ein Startup, das sich auf sichere KI mit Fokus auf Open-Source-Technologien und energieeffiziente Algorithmen konzentriert. Sie betont die Bedeutung von digitale Souveränität für Privatsphäre, CO2-Kontrolle und den Zugang unterrepräsentierter Gruppen zur eigenen digitalen Infrastruktur. Ihr Beitritt zur OSB Alliance beruht auf der Unterstützung für freie Software und dem Wunsch, wirklich zugängliche digitale Lösungen zu fördern und zu etablieren.

Die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linken im Bundestag zur digitalen Souveränität des Bundes und dem Einsatz von Open Source offenbart, wie weit Anspruch und Wirklichkeit bei der Bundesregierung auseinander liegen. So betrug der Open-Source-Anteil bei den Bundesausgaben für Software-Entwicklung und Dienstleistungen seit Beginn der Legislaturperiode nur etwa 0,5 Prozent, obwohl die Bundesregierung sich eine vorrangige Nutzung von Open Source Software in den Koalitionsvertrag geschrieben hat.

Raphael Michel von rami.io, einem Unternehmen, das sich auf Open Source basierende Standardsoftware für Veranstaltungen spezialisiert hat, spricht über digitale Souveränität. Er betont die Sicherheit und Flexibilität, die Kunden durch den Einsatz von Open Source erhalten. Als Mitglied der OSB Alliance, dessen Projekt „pretix“ bereits den OSBAR Award gewann, sieht er eine Chance, das Engagement für Open Source in der IT-Beschaffung zu stärken und das Netzwerk in der Branche auszubauen.

Bei der jährlichen Mitgliederversammlung der Open Source Business Alliance und dem anschließenden Open Source Day geht es immer auch um die Frage, welche Themen für den Verband im kommenden Jahr eine wichtige Rolle spielen werden, welche Schwerpunkte wir in unserer politischen Arbeit setzen und wie wir uns als Verband dafür aufstellen wollen. Daher haben wir dieses Jahr mit dem Konferenzprogramm unter dem Motto „Hinterm Horizont geht‘s weiter: Digitale Souveränität und Open Source vorwärts denken“ die Themen aufgegriffen, in denen aktuell neue Ideen und Konzepte entstehen und in denen wir als Verband neue Herausforderungen angehen wollen.

Die Bundestagsabgeordneten haben in der Bereinigungssitzung im Haushaltsausschuss am 16. November 2023 die letzten fachlichen Details für den Bundeshaushalt 2024 beschlossen. Die Projekte für digitale Souveränität und Open Source in der Verwaltung sind dabei leider sehr schlecht weggekommen: Die Mittel für 2024 werden im Vergleich zu 2023 halbiert. Das Bundesfinanzministerium hatte zur Veröffentlichung des Haushaltsentwurfs erklärt, es würde die „notwendigen Investitionen in die Zukunft des Landes“ tätigen. Der beschlossene Haushaltsplan spricht aber eine ganz andere Sprache. Anspruch und Wirklichkeit fallen im Haushalt 2024 so weit auseinander wie nie zuvor.

Digitalisierung ist mit vielen Chancen, aber auch mit großen Herausforderungen für Verwaltungen, Wirtschaft und für viele weiteren Bereiche der Gesellschaft verbunden. Der beste Weg, die Chancen zu nutzen und die Gefahren zu kontrollieren, liegt in der Fähigkeit, die Digitalisierung in eigener Verantwortung selbst zu gestalten, um sie selbstbestimmt und effizient einzusetzen zu können. Die Realität zeigt jedoch, dass wir davon oft weit entfernt sind, sowohl in der Verwaltung als auch in der Wirtschaft. Peter Ganten, Vorstandsvorsitzender der OSB Alliance, Dr. Laura Dornheim, CDO der Stadt München und Dirk Schrödter, Digitalminister von Schleswig-Holstein erklären, wo die Probleme liegen und wie die Lösungen aussehen könnten.

Lernen Sie Ilya Kosmodemiansky, CEO von Data Egret GmbH und sein Engagement für digitale Souveränität durch Open Source kennen. Erfahren Sie, wie seine Expertise in PostgreSQL und seine Mitgliedschaft in der OSB Alliance eine innovative, unabhängige und kosteneffiziente Zukunft im Bereich der Datenbanktechnologie gestalten.

Auf ihrer Sitzung am 09.11.23 in Berlin hat sich die Digitalministerkonferenz der Länder (D16) darauf geeinigt, dass der Staat die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung als Treiber und Ermöglicher offener Innovation nutzen soll und dafür mehr Verantwortung übernehmen muss. Weil eine deutliche Verbesserung im Bereich der Sicherheit kritischer Infrastrukturen und eine Verringerung der Abhängigkeit von einzelnen Anbietern oder Herstellern anstrebt wird, sollen Open Source, offene Standards und offene Lösungen zukünftig eine deutlich stärkere Rolle im Handeln der Länder spielen. Der Beschluss soll sich auch im Beschaffungswesen der Länder niederschlagen.

Der Erfolg eines Unternehmens hängt heute und in Zukunft maßgeblich von der technologischen High-Performance und nachhaltig hoher Reputation seiner Produkte und Services ab.
Um die Wirtschaft hin zu Klima- und Umweltschutz zu transformieren, ist die objektive Bewertung der eingesetzten Maßnahmen zur Steigerung von Nachhaltigkeit essenziell.
Die OSB Alliance folgte deshalb 2022 gemeinsam mit vier starken Konsortialpartnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie mit dem Konzept ECO:DIGIT dem Förderaufruf des BMWK für den „GreenTech Innovationswettbewerb – Digitale Technologien als Schlüssel für die ökologische Transformation der Wirtschaft“.
ECO:DIGIT bekam den Zuschlag und startete offiziell am 01.06.2023.

Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter hat sich dafür stark gemacht, das politische Handeln bei der Digitalisierung auch über die Landesgrenzen hinaus verstärkt an Fragen der digitalen Souveränität und kooperativer Innovationen auszurichten. Diese Positionierung Schleswig-Holsteins fand auch Niederschlag im Beschluss zur Industriepolitik, den die Regierungschefinnen und Regierungschefs vergangenen Freitag auf ihrer Jahres-Ministerpräsidentenkonferenz in Frankfurt am Main gefasst hatten. Wir begrüßen das Commitment der Ministerpräsidenten und danken der Landesregierung von Schleswig-Holstein für ihren Einsatz für digitale Souveränität.