Um in Schleswig-Holstein die Verwaltung zu einem Treiber der digitalen Transformation von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zu machen, hat die Landesregierung zum Jahreswechsel den DigitalHub.SH ins Leben gerufen.
Die Mission: Öffentliche und gemeinnützige Institutionen und Fachleute aus der schleswig-holsteinischen Digitalbranche sollen gemeinsam sichere, anpassbare und nachhaltige Open Source-Lösungen und -Standards entwickeln.
„Der Hub verknüpft die Bedarfe des öffentlichen Sektors und Ideen aus der Digitalwirtschaft miteinander, bringt Projektpartner zusammen und unterstützt Innovationen, um effizientere, offenere Prozesse zu schaffen. Das kommt der gesamten Gesellschaft zugute. Der DigitalHub.SH ist ein weiterer Baustein, um offene Innovation in der Verwaltung und Gesellschaft zu befördern.“ erklärt Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter.
Am 15. Januar startet DigitalHub.SH einen Call for Concepts, der acht von der Staatskanzlei identifizierte Digitalisierungsbedarfe adressiert, für die Open-Source-Lösungen gesucht werden. Die Projektskizzen können von öffentlichen und gemeinnützigen Organisationen mit Sitz in Schleswig-Holstein eingereicht werden, die eine Umsetzung mit geeigneten Unternehmen der digitalen Wirtschaft in Schleswig-Holstein anstreben.
Open Source ist Pflicht
Die Teilnahmebedingungen für die Einreichung der Projektskizzen und -lösungen sind auf wichtige Open-Source-Kriterien ausgerichtet. So müssen etwa alle Lösungen quelloffen und unter einer anerkannten freien Lizenz zur Verfügung gestellt werden. Alle Bestandteile wie Quelltext und Dokumentation werden auf code.schleswig-holstein.de und opencode.de veröffentlicht. Für die Cloud-Zertifizierung muss der Betrieb der Lösung als mandantenfähiger, cloudbasierter Dienst auf technologischer Basis des Sovereign Cloud Stack in einem nach BSI-Grundschutz zertifiziertem Rechenzentrum realisiert werden.
Das Land Schleswig-Holstein finanziert die Einrichtung und den Betrieb des DigitalHub.SH mit mehr als zwei Millionen Euro über die nächsten drei Jahre. Für Projekte, die über den DigitalHub.SH initiiert und begleitet werden, stehen rund acht Millionen Euro zur Verfügung.


