Geschäftsführender Vorstand

In den beiden Jahren seit den letzten Vorstandswahlen hat unser Verband seine positive Entwicklung weiter und mit noch mehr Dynamik fortgesetzt: Wir konnten die Zahl unserer Mitglieder und damit auch das Beitragsaufkommen deutlich steigern, wir haben die Presse- und Lobbyarbeit auf neue Beine gestellt, es haben sich eine Reihe neuer Working Groups gegründet und mit dem Sovereign Cloud Stack-Projekt konnten wir die Finanzierung für ein wichtiges Projekt zur Entwicklung und Förderung der technischen Grundlagen digitaler Souveränität gewinnen und es sehr erfolgreich starten. Meinen Schwerpunkt sehe ich dabei wie auch in den letzten Jahren vor allem in der Verkörperung und Darstellung unserer Positionen insbesondere nach außen, sowie im Vordenken und Vorantreiben unserer Inhalte und der strategischen-inhaltlich Verknüpfung der einzelnen Bereiche innerhalb des Verbandes und zu verbündeten Externen.

Ich habe mich im vergangenen halben Jahr mit viel Freude in den Vorstand mit eingebracht und meinen Schwerpunkt hier vor allem auf das operationale Geschäft konzentriert. Ich habe grosse Achtung for der Arbeit der OSBA und was bisher erreicht wurde. Es ist eine aufregende Reise, zu der ich gerne meinen Teil beitragen möchte, denn auch mein Open-Source-Herz schlägt sehr laut. Die Möglichkeit, hier mitwirken zu können ist eine wunderbare Gelegenheit, das Thema auch ausserhalb meines täglichen Jobs voranzubringen. Ich möchte mich gerne in selbiger Art und Weise einbringen, wie es es auch schon derzeit tue: Ich unterstütze bei der Organisation der Geschäftsführung, vertrete den geschäftsführenden Vorstand, bringe mich mit Organisation und Struktur ein, auch die teilweise Betreuung des SCS Projektes hat bisher gut funktioniert.

Seit 2021 bin ich im geschäftsführenden Vorstand der OSBA aktiv. Mit unserer Arbeit nehmen wir Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung. Ich arbeite bereits seit Jahren an Open-Source-Projekten und berate Unternehmen, Open Source-Prozesse als InnerSource in die eigene Arbeitsweise zu integrieren. Open Source ist für mich ein Herzensanliegen, da es Menschen auf der ganzen Welt hilft, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Damit ist auch die Arbeit der OSBA ein wichtiges Anliegen für mich und ich würde daher gerne weiter im Vorstand tätig sein. Der Schwerpunkt meiner Aktivitäten im Vorstand ist es die Arbeit der OSBA als Verband und unsere Aufgaben in Bezug auf das SCS-Programm zu gewährleisten.

In meiner Rolle im CTO Office der T-Systems begleite ich neben dem Innovationsportfolio der T-Systems auch in Teilen konzernübergreifend Themen zu Open Source und Digitaler Souveränität. Seit 1994 beschäftige ich mich mit Infrastruktur und Open Source und war zuvor für Firmen wie Ubuntu, IBM, Equinix u.a. tätig. Bei der Telekom verfolgen wir mit einer Eigenentwicklung auf Open Source Basis und einer Partnerschaft mit einem Hyperscaler eine kombinierte Strategie, die auf die Verbreiterung von Digitaler Souveränität abzielt. Wir engagieren uns dabei auch politisch. Ich möchte Open Source nach vorne bringen und mithelfen, die nötigen Weichen dafür zu stellen. Die Fortführung der Vereinsarbeit kann ich unterstützen mit technischem Sachverstand, der Vernetzung von Politik und Business und der Expertise in Datenschutzrecht. Und vielen weiteren kreativen Ideen, Open Source und Digitale Souveränität voranzubringen.

Mein persönliches Ziel ist es, das Thema kommerzielle Open Source Software in der Öffentlichkeit zu unterstützen. Nachdem sich Linux als Betriebssystem weltweit durchgesetzt hat, ist heute die nächste große Herausforderung, kommerzielle Open Source Datenbanken als Standard in den großen Unternehmen zu etablieren. Als Experte in Open Source Datenbanken möchte ich diese Entwicklung mit begleiten. Als Finanzvorstand sehe ich meine Aufgabe in der Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität des Vereins und der Überwachung der Finanzthemen. Meine Finanzziele in dieser Rolle sind es, die Einnahmen mittelfristig zu erhöhen, die Einnahmen langfristig nachhaltiger zu gestalten und sicher zu stellen, dass die Ausgaben kurz-, mittel- und langfristig den Vereinszielen optimal dienen.

Erweiterter Vorstand

Als Mitglied des erweiterten Vorstandes und Sprecher der WG Events arbeite ich daran, die WG Events als verbandseigenen Dienstleister nach innen weiter ausbauen. Mein Ziel ist es, mit erfolgreichen Veranstaltungsformaten wie Members & Products, dem Open Source Day und weiteren Events den Austausch zwischen den Mitgliedern der OSB Alliance zu fördern und den Nutzen des Verbandes nach außen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sichtbar zu machen. Das gelingt uns mit mitgliederfokussierten Events, die das Netzwerk unterstützen und externen Events, die die Aktivitäten der OSB Alliance in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sichtbar machen und Informationen und Themen des Verbandes transportieren.

Ich bin aktiv in der Working Group Beschaffung und finde die Zusammenarbeit in der WG und auch die Vorstandssitzungen, an denen ich bisher teilgenommen habe sehr produktiv. Ich möchte mich aktiv beteiligen und kann in den Vorstand den Blickwinkel eines kleinen Herstellers und Cloud-Dienstleister, sowie „eher Neulings“ einbringen und bin als Ansprechpartnerin der OSBA für Rheinland-Pfalz tätig. Zusammen mit der WG Beschaffung wollen wir/ich die OSBA rund um Beschaffungsprozesse und im Austausch mit dem BMI vertreten. Generell bin ich jemand, der lieber Herausforderungen als Routine mag. Ich sage, was ich denke und meine, was ich sage. Ich unterstütze gerne in allen Bereichen, wo meine Mitarbeit Sinn macht.

Nach langjährigem Engagement in der OSB Alliance und im Vorstand zum Lobbying zu Open Source und digitaler Souveränität im Bereich Public Affairs möchte ich in einem neuen Mandat im Vorstand die Arbeit aus den Erfahrungen, Kontakten und Inhalten als Ansprechpartner für den Bereich Wirtschaft und Industrie fortentwickeln. Nach vielen positiven Gesprächen in der Mitgliedschaft, im erweiterten Vorstand sowie eindeutigen Aussagen in der Mitgliederbefragung als auch ersten Branchen-Reaktionen halte ich diese Fortentwicklung des Themas Digitale Souveränität in den Bereich Wirtschaft und Industrie für die Open Source Business Alliance für anstehend und geboten. Auch diese Bereiche stellen sich durch die Digitalisierung zunehmend den Themen zur Vermeidung von Abhängigkeiten bzw. Lockin und der notwendigen Souveränität und Resilienz. Selbstverständlich werde ich weiter auch Public Affairs Aktivitäten begleiten und als Vorstand unterstützen.

Erstens sehe ich einen Schwerpunkt meiner Arbeit darin, Veranstaltungen der OSBA zu organisieren und die Sichtbarkeit der OSBA auf Veranstaltungen anderer Organisationen zu erhöhen. Zweitens möchte ich dabei helfen, die Arbeit der OSBA auf europäischer Ebene voranzubringen und mich aktiv in Kooperationen mit Partnerverbänden engagieren. Seit vielen Jahren arbeite ich an Open-Source-Projekten im kommerziellen Umfeld. Open Source ist für mich eine Möglichkeit, nachhaltige Produkte zu entwickeln und zu bauen. In den letzten Jahren fokussieren wir uns in meiner Firma zudem auf Open Source Hardware. Mit Open Source auf allen Ebenen wird die Fähigkeit, Produkte upzudaten und zu reparieren sehr einfach möglich. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz in Organisationen, Firmen und Verwaltung wird mit Open Source gesteigert, was gerade in einer Zeit begrenzter Ressourcen außerordentlich wichtig ist. Diese Themen möchte ich daher auch in der Arbeit des Vorstand der OSBA einbringen.

Open Source und darauf basierte Business Modelle lebe ich seit 1993. Digitale Souveränität ist die logische und konsequente Fortsetzung des Open Source Gedankens bezogen auf Systeme und Daten und nicht nur auf Software. Es ist und bleibt wichtig, diesen Anliegen eine klare Stimme zu verleihen, dabei aber ausgewogene und unterschiedliche Modelle der Monetarisierung zu finden und zu unterstützen. Dafür bringe ich mich im Bereich der inhaltlichen Arbeit und der Pressearbeit des Verbandes ein. Gestalterische Arbeit ist jetzt und in Zukunft wichtig. Meine Stimme steht für unterschiedliche Business-Modelle, die auf Open Source aufbauen und eine digitale Souveränität vollumfänglich gewährleisten. Mit GAIA-X hat die Bundesregierung einen Anfang gemacht, ich möchte mich einsetzen damit dies massiv, auch in Europa, ausgebaut wird.

Das Thema Digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung liegt mir persönlich sehr am Herzen. Ich bin davon überzeugt, dass Open Source einer der wichtigsten Bausteine dafür ist, um das zu erreichen. Als Projektleiter Open Source in der AKDB treibe ich das Thema Open Source innerhalb der Organisation voran und schaffe die nötige Aufmerksamkeit dafür. Inzwischen hat die AKDB ersten Code im OpenCoDE-Repository veröffentlicht und bereitet die Veröffentlichung weiteren Codes vor.
Als Mitglied des erweiterten Vorstandes der OSB Alliance kann ich noch mehr Aufmerksamkeit der öffentlichen Verwaltung auf dieses Thema lenken. Als einer der Sprecher der WG Public Affairs und weil die AKDB im Bereich der öffentlichen Verwaltung tätig ist, sehe ich meine Aktivitäten für die OSBA im Bereich der WG PA. Außerdem wir die AKDB in den nächsten Jahren mehr und mehr Software als OSS zur Verfügung stellen.

Es gilt die Digitale Souveränität durch offene Standards zu unterstützen und dies nicht nur im Bereich der schon bekannten auf den Konsumenten orientierten Plattformen, sondern in der Zukunft verstärkt in allen wirtschaftlichen Bereichen und vor allem im Bildungssektor mit Schulen, Hochschulen und der Weiterbildung im Fokus. Dabei ist es wichtig, dass die OSB Alliance als DER Ansprechpartner angesehen wird, um in der Sache Digitale Souveränität technologische Einsichten zu erhalten, wie der europäische Wertekanon umgesetzt werden kann. Als Mitglied des Vorstandes bringe ich Diskussionsfähigkeiten und Kontakte ein, um in den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik auf die Bedeutung von offenen Ansätzen und den Beitrag von Open Source in der Plattformökonomie hinzuweisen.

Mit der bytemine GmbH wurde ich Mitglied in der OSB Alliance und engagiere mich seitdem in verschiedenen Taskforces und Working Groups. Open Source Software und Lösungen begleiten mich seit mehr als zwanzig Jahren und sind weit mehr für mich als nur technische Basis. Seit einigen Jahren bin ich auch, unabhängig von meinem Arbeitgeber, als Fördermitglied in der OSB Alliance engagiert. Durch die vielen Berührungspunkte mit dem Themenkomplex Cloud Computing aus Anbietersicht ist digitale Souveränität für mich im Alltag sehr präsent, diesen Fokus möchte ich auch in der OSB Alliance durch meine Mitarbeit im Vorstand einbringen. Die OSB Alliance unterstütze ich des weiteren durch die Koordination der Bereitstellung der IT-Infrastruktur für die Verbandsarbeit.

Seid 1992 bin ich beruflich im Kontext IT, Infrastruktur, Softwareentwicklung in unterschiedlichen Rollen und Gebieten unterwegs. Wie kann Digitalisierung im komplexen Kontext passieren ist wohl eines der spannendsten Themen das mich bewegt. Und Open Source ist eine Bewegung, die so viele nicht genutzte Potentiale bietet, die erklärt und im jeweiligen Kontext verstanden und gehoben werden müssen – auf Ebene Unternehmen/Organisation – aber auch gesellschaftlich. Die OSB Alliance – und die handelnden Personen, die ich bisher kennenlernen konnte – erscheint mir nicht nur von der Mission, sondern auch von den Gedanken und Ansätzen als natürlicher „Place to be“, um mich zu engagieren, Erfahrungen auszutauschen, zu lernen und die Verbreitung von OpenSource als Methode, Philosophie und Geschäftsmodell zu fördern.

Digitale Souveränität und Resilienz in der IT sind für mich zwei Punkte, die gerade in der öffentlichen Verwaltung immer wichtiger werden. Dazu baue ich als Head of technical Pre-Sales für die Bechtle Systemhäuser in der DACH Region ein Portfolio von unterschiedlichsten Lösungen aus dem OSS Umfeld auf. Als Deutschlands größtes Systemhaus positionieren wir uns in diesem Bereich mit ausgezeichneten Zugängen auf unterschiedlichen Ebenen als der Digitalisierungspartner der öffentlichen Hand. Ein großes Ökosystem mit vielen Partnern ermöglicht uns eine neutrale Beratung der am Markt verfügbaren Angebote unterschiedlichster Anbieter und Hersteller. Meine Rolle sehe ich in der Vernetzung unterschiedlicher Anbieter aus Politik und Wirtschaft, um die Sicht des Kunden / der öffentlichen Hand immer wieder bei der weiteren Entwicklung zu berücksichtigen. Produkte und Lösungen müssen eine einfache Bedienbarkeit haben und einen Mehrwert stiften – da ist heute noch einige Luft nach oben.

In meiner Zeit im geschäftsführenden Vorstand haben wir große Dinge auf den Weg gebracht. Zum einen sind wir nun eine durch und durch selbständig aufgestellte Organisation, die ihren Sitz in Berlin hat. Wir haben die Mitgliederbeiträge umgestaltet und haben das Public Forum gewissermaßen instituitionalisiert und weiter professionalisiert. Dadurch wurde die politische Arbeit weiter gestärkt. Wir haben die Förderung für das SCS Projekt erhalten und dadurch setzen wir auch technische Akzente und schließen Lücken. Ich möchte gerne weiterhin bei diesen wichtigen Themen unterstützen und diese voranbringen. Ich möchte aber auch gerne Ansprechpartner für unsere Mitglieder sein, wenn es darum geht sich zu vernetzen oder aber Möglichkeiten ausloten, wie sie in größere Open-Source Projekt mit hineinfinden und weiter wachsen.

Als Journalistin liegt meine Begeisterung für den Open Source Gedanken in den positiven Auswirkungen für unsere Gesellschaft. Nachhaltigkeit, digitale Souveränität, Zusammenarbeit an Projekten, Teilhabe an den technischen Entwicklungen unserer Zeit, sind nur einige von vielen positiven Auswirkungen für jeden einzelnen Menschen und die Gemeinschaften. Die OSB Alliance betrachte ich dabei als wichtigen Motor, die Vorteile von Open Source Software bekannt zu machen, digitale Souveränität zu fördern und Expertentum und Professionalität im gesamten Open Source Umfeld zu bündeln. Als Pressesprecherin der OSB Alliance und Sprecherin der Taskforce Kommunikation bereitet es mir große Freude, gemeinsam mit den engagierten Mitgliedern die Wahrnehmung der OSB Alliance zu erhöhen und unsere Themen zeitnah und kompetent in die Öffentlichkeit zu bringen.

Ich bin davon überzeugt, dass Freie Software und Offene Standards für die Digitale Souveränität von Staat, Unternehmen und Individuen unerlässliche Voraussetzungen sind. Im Zuge des digitalen Wandels und der zunehmenden Durchdringung aller Lebens- und Arbeitsbereiche mit digitalen Technologien gewinnen die Digitale Souveränität und die Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern immer mehr an Bedeutung. Nur so können Innovationsfähigkeit und (wirtschaftliche) Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft nachhaltig erhalten bleiben. Bei allen in den vergangenen Jahren erzielten Erfolgen, das Bewusstsein für diese Sicht bei der Digitalisierung gerade in der Politik zu stärken, gibt es hier nach wie vor viel zu tun. Auf der anderen Seite gilt es auch, überzogene Erwartungshaltungen auf allen Seiten einzufangen, diese zu vermeiden und die Energie in die richtigen Bahnen zu lenken. Nur als Team, und wenn wir die Aufgaben auf viele Schultern verteilen, können wir aus der OSBA heraus die Erfolgsgeschichte weiterschreiben und zu einem nachhaltigen Wandel der Strategie sowohl im öffentlichen als auch im privatwirtschaftlichen Bereich beitragen. Aus der Rolle als Vorstandsmitglied der OSBA heraus möchte ich mich genau dafür einsetzen.

Ehrenvorsitzender: Dr. Karl Heinz Strassemeyer