Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Einführung der „Europäischen Brieftaschen für die Digitale Identität“ (EUDI-Wallets) haben sich führende Vereine, Verbände, Institutionen und Fachexperten in der ehrenamtlich getragenen „Wallet-ready?! Initiative“ zusammengefunden, um die erfolgreiche Einführung der EUDI-Wallets konstruktiv vorzubereiten, zu begleiten und nach Kräften zu unterstützen.

Ralph Brinkhaus ist Vorsitzender und Sprecher der Arbeitsgruppe für Digitales und Staatsmodernisierung der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Im Austausch mit der OSBA erklärte er: „Ich bin überzeugt, dass Open Source Software eine Schlüsselrolle für die digitale Souveränität von Staat und Wirtschaft spielt.“ Das Gespräch mit den Verbandsmitgliedern drehte sich um die Frage, welche konkreten Maßnahmen nötig sind, damit Open Source Software zur digitalen Souveränität von Staat und Wirtschaft beitragen kann. Insbesondere zu den Themen Künstliche Intelligenz, der Staat als Ankerkunde und Fachkräftegewinnung durch Open Source holte sich Ralph Brinkhaus aktiv die Perspektiven und Meinungen der OSBA-Mitglieder ein.

Ende Juni fand in Utrecht (Niederlande) die diesjährige APELL Conference 2026 statt. Zum vierten Mal hatte APELL – der Dachverband der europäischen Open-Source-Industrieverbände – zu einem Tag voller Impulsvorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops eingeladen. Etwa 60 Teilnehmer:innen aus der europäischen Open-Source-Industrie kamen zusammen, um ihre Netzwerke zu stärken und über die Zukunft von Open-Source-Business in Europa zu diskutieren.

Die Bundesregierung plant eine massive Aushöhlung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG). Das IFG ist ein wichtiges Instrument für Transparenz und demokratische Kontrolle über staatliches Handeln. Als OSBA stehen wir für die Prinzipien von Transparenz und Offenheit und unterstützen daher die Kampagne „Hände weg vom IFG! Retten Sie die Informationsfreiheit“.

Der Vorstand der Open Source Business Alliance (OSBA) hat einstimmig den Beschluss „Keine Zusammenarbeit mit der AfD“ angenommen. Dieser Beschluss steht im Einklang mit den Leitlinien der OSBA sowie vergangenen OSBA-Statements und soll den Verbandsmitgliedern insbesondere für den Fall Orientierung geben, dass die AfD in Bundes-, Landes- oder Kommunalparlamenten in Regierungsverantwortung kommt.

Ein Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages hat sich mit der Frage befasst, ob öffentliche Vergabestellen (beispielsweise im Rahmen der Leistungsbeschreibung) Open Source für Software verpflichtend vorgeben können. Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass eine Vorgabe für Open Source grundsätzlich möglich und mit Blick auf wirtschaftliche oder strategische Erwägungen sogar geboten sein kann.

📸 Quelle: Eng. John Kipchumba Tanui, CBS, Digitalstaatssekretär im Ministerium für Informationstechnologie und digitale Wirtschaft via Linkedin

Vom 19. bis 23. Mai 2026 ist eine OSBA-Delegation nach Kenia gereist und hatte vor Ort zahlreiche Austauschtermine zum Thema Open Source und digitale Souveränität. Mit dabei waren Vertreter aus dem europäischen Open-Source-Ökosystem aus den Bereichen Cloud, Identity Management, Office, Hosting, Groupware, Betrieb und Transformation.

Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung übernimmt erneut die Schirmherrschaft für den Open Source Wettbewerb. Nachdem die Open Source Business Alliance – Bundesverband für digitale Souveränität e.V. die Initiative im März 2026 gestartet hat, setzt die Schirmherrschaft durch das Digitalministerium auch in diesem Jahr ein deutliches Zeichen für die Bedeutung offener Technologien bei der Modernisierung der öffentlichen Verwaltung. Verwaltungen können ihre Projekte noch bis zum 30. Juni einreichen.

Die USA führen der Welt erneut vor Augen, dass sie den Zugriff auf US-amerikanische Cloud- und IT-Angebote jederzeit unterbinden können und dies auch tun. Das hat dramatische Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft und europäische Verwaltungen, die sich nun neben der Gefahr von Datenabflüssen mit Erpressbarkeit und hohen Lieferunsicherheiten in fast allen Bereichen der Digitalisierung konfrontiert sehen.

Constanze Krishnaratne, Gründerin und Geschäftsführerin von Open Ticket AI, baut KI-gestützte Erweiterungen für Open-Source-Ticketsysteme wie Zammad und KIX, von der automatischen Klassifizierung bis zur Antwortgenerierung. Im Interview erklärt sie, warum sensible Support-Daten für sie auf der eigenen Infrastruktur bleiben müssen und was Open Source und KI gerade in Europa zusammenbringt.