SPD, FDP und die Grünen haben am gestrigen Mittwoch ihren Koalitionsvertrag vorgestellt. Welche Rolle spielt der Einsatz von Open Source Technologie bei den Digitalisierungsplänen der neuen Regierung? Die Experten der Open Source Business Alliance haben den Koalitionsvertrag geprüft.

Unternehmen, Bürger und Staat speichern und verarbeiten teils sehr sensible Daten in Clouds, deren Funktionsweise sie nicht überprüfen oder an ihre Bedürfnisse anpassen können. Daraus ergeben sich Kontrollverluste und starke technologische Abhängigkeiten von einzelnen, großen Anbietern. Die Open Source Business Alliance entwickelt nun mit dem Sovereign Cloud Stack (SCS) einen technischen Unterbau für Gaia-X, der vollständige digitale Souveränität ermöglicht.

Das BMI entwickelt mit Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg das erste Open-Source-Repository für die Verwaltung und bindet Vorarbeiten der Initiative „Ein Ort für öffentlichen Code“ stark ein.

Der Rat der Stadt Dortmund hat sich am 11. Februar 2021 zu Open Source bekannt. Die zentralen Beschlüsse lauten: „Wo möglich Nutzung von Open Source Software“ und „Von der Verwaltung entwickelte oder zur Entwicklung beauftragte Software wird der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt.“

Im Sommer diesen Jahres wurde vom Europäischen Gerichtshof das Privacy-Shield-Datenschutzabkommen zwischen der EU und den USA gekippt. Die juristischen Folgen sind für viele Unternehmen nur schwer zu überschauen. Unser aktuelles Whitepaper bringt in kompakter Form Licht ins Dunkel und gibt konkrete Hinweise zum Umgang mit den neuen Regeln.

Die Mitglieder der Open Source Business Alliance konnten auf ihrer jährlichen Mitgliederversammlung auf ein sehr erfolgreiches Vereinsjahr 2019/2020 zurückblicken. Obwohl das Event erstmals Online stattfand, war die Veranstaltung wie in den früheren Jahren von spannenden Beiträgen, großen Mehrheiten in den Abstimmungen und Diskussionen geprägt. Für den neu gewählten Vorstand stehen große Aufgaben bevor.

Mit diesem Papier erläutert die OSB Alliance, wie mit den notwendigen Veränderungen in der öffentlichen Verwaltung der Weg in die Digitale Souveränität gelingen kann. Das gilt sowohl für die IT-Strategie und die Beschaffung, als auch für die Bereiche Betrieb und Service. Bedarfsträger und Erbringer sollen so schneller und einfacher zueinander finden.

Open Source Software stärkt Digitale Souveränität von Behörden und Ämtern – dafür braucht es ein Portal, das Code rechtssicher bereitstellt und auf dem sich die öffentliche Hand kollaborativ zusammenfinden kann, um daran zu arbeiten.

Die Open Source Business Alliance (OSBA) und Vitako – Bundes‐Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT‐Dienstleister e. V. – freuen sich gemeinsam mit weiteren Partnern diese Woche den Startschuss für ein künftiges Portal zur Sammlung von Open‐Source‐Elementen gegeben zu haben. Ziel ist es, ein Repository aufzubauen, das sich in den Grundzügen am amerikanischen Beispiel code.gov orientiert und es der öffentlichen Hand erleichtern soll, Open Source Software (OSS) gemeinschaftlich bereitzustellen, auszutauschen und weiterzuentwickeln.

Update: Ministerium ändert Ausschreibung. Erfolg für die OSB Alliance: Das Ministerium hat kurz nach Bekanntwerden unserer Kritik die diskriminierende Ausschreibung für ein Lernmanagementsystem angemessen korrigiert und verweist nun auf die Einhaltung von offenen Standards.