Programmierung und Softwareentwicklung sind die wichtigsten Qualifikationen zur Verbesserung der Beschäftigungschancen. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Studie von YouGov und Kantar Sifo, die Red Hat, der weltweit führende Anbieter von Open-Source-Lösungen, in Auftrag gegeben hat¹. Die Untersuchung wurde in sechs europäischen Ländern durchgeführt. In Deutschland wurden 6.000 Erwachsene zu den neuen Fähigkeiten, die sie erlernen, und zu ihren Beweggründen für die Weiterbildung befragt. Das Ergebnis: Einer von 20 Befragten hat sich für die Programmierung oder Softwareentwicklung entschieden.

 

Werner Knoblich, Senior Vice President und General Manager, Red Hat EMEA:
„Wenn die Pandemie uns eines gezeigt hat, dann ist es die Erkenntnis, dass die Zukunft digital ist. Es ist ermutigend zu sehen, dass so viele Menschen Programmierung oder Softwareentwicklung als neue Fähigkeit anstreben, insbesondere diejenigen mit nicht-technischem Hintergrund.“

 

Fast die Hälfte der deutschen Befragten (45 %) hat bereits eine neue Qualifikation erworben oder plant dies in den nächsten Wochen. Auf die Frage nach den Beweggründen für die Weiterbildung gab fast jeder Dritte (30 %) beschäftigungsbezogene Aspekte an: um eine neue Karriere zu starten, eine neue Fähigkeit für einen zukünftigen Job zu erlernen oder um den Arbeitsplatz zu sichern.

Die Ergebnisse zeigen, dass der Wunsch besteht, sich weiterzubilden. Da derzeit viele Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten, können sie auch mehr Zeit für das Erlernen neuer Fähigkeiten aufwenden – etwa unter Nutzung von Online-Ressourcen.

5 % der Befragten in Deutschland haben im Zuge der zunehmenden Digitalisierung mit dem Programmieren begonnen, in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen ist es sogar mehr als jeder Zehnte (15 %). Für fast zwei Drittel der Befragten (59 %) besteht die Motivation, sich mit Programmierung oder Softwareentwicklung zu beschäftigen, in der Weiterbildung für einen neuen Job oder eine neue Karriere. Diese Ergebnisse resultieren auch aus der Covid-19-Pandemie, die die Tech- und Digitalbranche beflügelt hat, wobei Softwareentwicklung, Engineering, Data Science und KI laut LinkedIn-Daten zu den Qualifikationen gehören, die am meisten gefragt sind.

42 % der neuen Programmierer in Deutschland kommen aus einem nicht-technischen Berufsfeld², nur rund ein Viertel (23 %) hat bereits zuvor in der Technik oder IT gearbeitet und 8 % waren nicht berufstätig. Die große Mehrheit (78 %) hat keinen MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik)-Abschluss und die Hälfte der Befragten (50 %) hat ein Nicht-MINT-Studium absolviert³.

Die zehn beliebtesten Qualifikationen aus beruflichen Gründen laut der Umfrage in Deutschland seit März 2020 (Angaben in Prozent derjenigen, die die jeweilige Qualifikation ausgewählt haben):

  1. Animation oder Grafikdesign: 63 %
  2. Akademische Kurse: 60 %
  3. Kurse zur persönlichen Weiterentwicklung: 60 %
  4. Programmierung oder Softwareentwicklung: 59 %
  5. Erste-Hilfe-Kurse: 55 %
  6. Filmproduktion oder Videobearbeitung: 50 %
  7. Schreiben: 43 %
  8. Sprachen lernen: 42 %
  9. Fotografieren: 40 %
  10. Musik oder Theater: 39 %

¹ Die Zahl beinhaltet Daten von YouGov mit 27.188 Befragten in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien sowie Daten von Kantar Sifo mit 3.000 Befragten in Schweden.

² Beinhaltet Einzelhandel, Gastgewerbe, Kunst und Kreativsektor, Medien, Kommunikation und PR, Vertrieb und Marketing, den öffentlichen Sektor und karitative Einrichtungen, Bildung, Recht, Finanzen und Wirtschaft.

³ Umfasst Musik, darstellende Künste, Theater oder Tanz (einschließlich Musiktechnologie), Kunst und Design (einschließlich Mode und Textilien), Psychologie (einschließlich Verhaltenspsychologie und Linguistik), Politik, Philosophie, Wirtschaft, internationale Beziehungen oder Anthropologie, Geschichte (einschließlich Archäologie und Kunstgeschichte), Religionswissenschaften, Sprachen (zum Beispiel moderne und klassische Sprachen), Geografie (einschließlich Humangeografie, Physische Geografie, Umweltwissenschaften und Landwirtschaft), Englisch und Englische Literatur, Jura, Medienwissenschaft, Journalismus, Marketing, Werbung, BWL, Erziehung und Lehre.