Die independIT GmbH hat ihre Open-Source-Lösung „schedulix“ zur Automatisierung von event- und zeitgesteuerten Jobs in einem neuen Haupt-Release um zahlreiche Funktionen erweitert. Die Neuerungen sind nicht nur funktionaler Art, sondern vereinfachen auch die tägliche Administrationsarbeit.

Die independIT GmbH hat die Version 2.9 von schedulix freigegeben. Dies ist die dritte Version, seit das Unternehmen vor fünf Jahren schedulix als Open Source Edition ihres Enterprise Job Scheduling Systems „BICsuite“ herausgegeben hat. schedulix ist identisch mit der BICsuite BASIC Edition und enthält alle Funktionen, um den IT-Betrieb von Unternehmen zu automatisieren. schedulix ist das funktional umfangreichste Open-Source-Produkt zur zeit- und eventgesteuerten Automatisierung auch komplex verschachtelter Job-Abläufe.

schedulix bietet sich in Linux-, Unix- und Windows-Umgebungen an, die in vielen Fällen unübersichtlich zahlreichen Script-Programme abzulösen, mit denen Administratoren wiederkehrende Jobs anstoßen. Es verschafft nicht nur einen besseren Überblick über die große Anzahl von Abläufen, sondern ermöglicht im Gegensatz zu Script-Programmen auch  die Berücksichtigung, ob die für die Aufgaben notwendigen Ressourcen an Hard- und Software sowie Daten zur Verfügung stehen. Auch sehr komplexe Abläufe lassen sich damit gestalten, bis in ihre Einzelschritte überwachen und auf Fehlerquellen analysieren.

Dem schon sehr mächtigen Administrationswerkzeug BICsuite hat independIT gleich mehrere Dutzend neue Funktionen hinzugefügt, die auch in der neuen Hauptversion der  Open-Source-Variante schedulix enthalten sind. Sie zielen im Wesentlichen auf eine nochmals vereinfachte Bedienung, mehr Flexibilität in der Administration, bessere Performance bei umfangreichen Batch-Abläufen und höhere Sicherheit. Die wichtigsten Neuerungen:

* GUI-Shell: Obwohl die meisten Aufgaben in schedulix mit der grafischen Benutzeroberfläche gelöst werden, ist es in manchen Fällen effizienter und praktischer, auf das Commandline-Interface zuzugreifen. Die neue Funktion erlaubt es jetzt, die schedulix-Kommandosprache auch direkt aus dem Web GUI zu verwenden. Das Öffnen eines Terminals oder der Remote-Login auf einer andere Maschine ist dafür nicht mehr notwendig.

* External Dependencies: Bisher ließen sich Abhängigkeiten zwischen Batches und Jobs nur innerhalb eines Ablaufs definieren. Das ist jetzt auch zwischen unabhängig  voneinander zur Ausführung zu bringenden Abläufen möglich, zum Beispiel, um eine Abhängigkeit des Jobs B vom erfolgreichen Abschluss des Jobs A in einem anderen Ablauf zu definieren. Damit lassen sich Fehler entsprechend der Arbeitsteilung in der Administration dort behandeln, wo sie auftreten. So muss sich jemand, der ein Datenbank-Update macht, nicht notwendigerweise um Fehler im nachfolgenden Report kümmern.

* Interval Editor im GUI: Früher musste man in Ausnahmefällen bestimmte Intervalle zur Zeitsteuerung von Prozessen über die Command Language bearbeiten und anschließend im Web GUI in einer Liste eintragen. Intervalle wie zum Beispiel Feiertagskalender und Ausnahmeregelungen können nun direkt in der grafischen Benutzeroberfläche bearbeitet werden.

* Disable Job, Interval Control: Die „Disable“-Funktion in der Parent-Child-Hierarchie kann jetzt auch zeitgesteuert eingerichtet werden. Wenn von drei Teilen eines Ablaufs zwei täglich und einer nur an einem bestimmten Wochentag laufen sollte, waren früher zwei Ablaufdefinitionen notwendig. Das lässt sich nun in einem einzigen Ablauf abbilden.

* Performance-Verbesserung des GUI: Große Ablaufstrukturen mit hunderten von Prozessen und Abhängigkeitsbeziehungen führten bisher unter Umständen zu langen Antwortzeiten im Web GUI. Durch die Verlagerung der HTML-Generierung großer Listen aus dem Web Application Server in den Browser wurden die Antwortzeiten bei großen Datenmengen deutlich reduziert.

* Proxy für Logfile-Display: Der schedulix Web Application Server oder auch andere Webserver lassen sich als Proxy für den Zugriff auf Logfiles nutzen. Dies bedeutet, dass nur noch ein Port zwischen Anwender und Scheduling-System zu öffnen ist. Abgesehen von der so vereinfachten und besseren Firewall-Konfiguration ist auch gewährleistet, dass nur authentifizierte User die Funktion nutzen können. Die Logfile Patterns in der Scope-Konfiguration bleiben erhalten.

Insgesamt möchte IndependIT mit den Neuerungen die funktionale Vielfalt von schedulix  und seine Einsatzmöglichkeiten erweitern, aber gleichzeitig seine Nutzung vereinfachen.

„Der Einsatz von Open-Source-Systemen weitet sich unverändert aus, aber die Verwendung von Script-Programmen zu ihrer Steuerung stößt längst schon an ihre Grenzen“, erklärt independIT-Mitbegründer Dieter Stubler. „Mit schedulix können auch kleinere und mittelständische Unternehmen von den Vorteilen einer professionellen IT-Automatisierung profitieren.“

Der Erfolg lässt sich daran ablesen, dass aktuell rund 170 Mitglieder in der schedulix User Group angemeldet sind. In diesem Forum tauschen sich Anwender zum Thema schedulix aus und stehen in direktem Kontakt zu den Entwicklern, um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen. Der ständige Austausch mit schedulix und BICsuite Anwendern ist den  Entwicklern wichtig, erklärt Stubler: „Wir wollen professionelles Job Scheduling auch in der Linux-Welt bekannter und einfacher umsetzbar machen. Dazu möchten wir mit der Version 2.9 von schedulix einen weiteren Beitrag leisten.“