- Offene Alternative zu proprietären Office- und Kollaborationslösungen: Open Productivity will openDesk bei Unternehmen und Betreibern kritischer Infrastrukturen etablieren.
- Enge Begleitung durch Hersteller: Open Productivity weitet das in Kundenprojekten der Öffentlichen Verwaltung etablierte Modell der Zusammenarbeit mit dem ZenDiS auf den privaten Sektor aus.
- Partnernetzwerk für Einführung und Betrieb: Adfinis, die msg-Gruppe und Smile bringen Kompetenzen in Beratung, Migration und Systemintegration ein.
Berlin, 13. Oktober 2026 – Die openDesk-Komponentenhersteller Collabora Productivity, Element, Nordeck, Open-Xchange, Univention und XWiki haben die Open Productivity Software GmbH gegründet. Das Joint Venture will die Office- und Kollaborationssuite openDesk bei Unternehmen und Betreibern kritischer Infrastrukturen in internationalen Märkten etablieren. Die drei Launch-Partner Adfinis, die msg-Gruppe und Smile begleiten das Unternehmen von Beginn an.
Ziel von Open Productivity ist es, die Vermarktung von openDesk und den Aufbau eines Partnernetzwerks für Beratung, Einführung, Integration und Betrieb mit produktspezifischem Know-how direkt von den Komponentenherstellern zu unterstützen.
„Unternehmen brauchen mehr als gute Einzelanwendungen. Sie müssen einen digitalen Arbeitsplatz als Ganzes einführen und verlässlich betreiben können“, sagt Gerald Pfeifer, Geschäftsführer von Open Productivity. „Das erfordert eine Zusammenarbeit, die über einzelne Projekte hinausgeht. Mit Open Productivity schaffen wir dafür eine gemeinsame Unternehmensstruktur, in der sechs Hersteller ihre Kompetenzen dauerhaft bündeln.“
openDesk vereint etablierte Open-Source-Anwendungen verschiedener Hersteller zu einem souveränen digitalen Arbeitsplatz. Mit Open Productivity gründen sechs der openDesk-Komponentenhersteller nun ein Joint Venture: Collabora Productivity stellt Online-Office für die gemeinsame Dokumentenbearbeitung bereit, Element steuert die Echtzeit-Kommunikationskomponente auf Basis von Matrix bei, Nordeck ergänzt Kommunikationslösungen, Open-Xchange stellt E-Mail und Kollaboration bereit. Univention liefert das zentrale Identitäts- und Zugriffsmanagement und XWiki ergänzt Funktionen für das Wissensmanagement. Zusätzlich in openDesk integriert sind Nextcloud mit Funktionen für Dateiverwaltung und Zusammenarbeit sowie OpenProject für Projektplanung und -management.
Ergänzung der Angebote des ZenDiS
Im September 2026 hat das ZenDiS ein openDesk-Partnerprogramm mit Fokus auf die Privatwirtschaft gestartet. Open Productivity adressiert den dadurch wachsenden Enablement-Bedarf bei IT-Dienstleistern und Kunden außerhalb des öffentlichen Sektors. In Abstimmung mit dem ZenDiS unterstützt sie vor allem mit tiefgehendem Produkt-, Projekt- und Migrations-Know-how. Damit ergänzt die Gesellschaft die auf die Öffentliche Verwaltung ausgerichtete Arbeit des ZenDiS um die Möglichkeit zur gemeinsamen Ansprache der meisten Hersteller hinter openDesk für Unternehmen und internationale Märkte.
Pamela Krosta-Hartl, Geschäftsführerin ZenDiS, sagt: „Wir begrüßen die Initiative einiger openDesk-Hersteller, durch Open Productivity den Weg von openDesk in den Unternehmensmarkt zu unterstützen. Open Productivity ist wertvoll für das Enablement von Distributoren und Systemintegratoren, die das ZenDiS mit seinem neuen Partnerprogramm jetzt anspricht.“
Partner für Einführung und Betrieb
Das Partnermodell von Open Productivity sieht je einen zentralen Ansprechpartner für das jeweilige Kundenprojekt vor. Dieser soll Beratung, Migration und Integration übernehmen, die Einführung begleiten und Leistungen für den laufenden Betrieb erbringen. Vorgesehen sind sowohl Installationen in der eigenen Infrastruktur als auch der Betrieb in einer Cloud-Umgebung.
Adfinis, ein international tätiger Open-Source-Spezialist mit Hauptsitz in der Schweiz, bringt Erfahrung in der Integration und im Betrieb offener IT-Infrastrukturen ein.
„Ein digitaler Arbeitsplatz muss jeden Tag zuverlässig funktionieren – nicht nur am Tag der Bereitstellung“, sagt Gil Oliveira, Chief Commercial Officer bei Adfinis. „Das erfordert eine durchdachte Integration, regelmäßige Wartung und ein tiefgreifendes Verständnis der zugrundeliegenden Infrastruktur. Als Launch-Partner für Open Productivity bringt Adfinis seine Engineering-Expertise ein, um die Einführung zu beschleunigen, die operative Last zu reduzieren und eine reibungslose Performance ab Tag eins sicherzustellen.“
Unternehmensanforderungen und internationale Märkte
Die international aufgestellte msg-Gruppe ergänzt das Netzwerk mit Branchenexpertise sowie Beratungs- und Systemintegrationskompetenz, unter anderem für Betreiber kritischer Infrastrukturen.
„Jede Branche stellt eigene Anforderungen an den digitalen Arbeitsplatz“, sagt Helmut Lämmermeier, Head of Business Unit Public Sector, msg. „Gerade bei Betreibern kritischer Infrastrukturen kommt es darauf an, Geschäftsprozesse, Sicherheit und vorhandene Systeme gemeinsam zu betrachten. Wir verbinden Branchenwissen mit technischer Umsetzung, damit sich openDesk in die IT unserer Kunden einfügt und die Zusammenarbeit zwischen ihren Beschäftigten im Alltag unterstützt.“
Smile bringt als französischer Open-Source-Spezialist Erfahrung in der Integration offener Softwarelösungen und eine Präsenz in mehreren europäischen Märkten in das Netzwerk ein.
„Wir sind fest davon überzeugt, dass sich digitale Autonomie durch offene Technologien im Unternehmenseinsatz verwirklichen lässt“, sagt Jean-Philippe Balança, Chief International Officer bei Smile. „Digitale Autonomie entsteht durch die Einführung und Integration leistungsstarker Lösungen wie openDesk in Europa. Durch die Zusammenarbeit mit Open Productivity verbinden wir unsere Erfahrung bei der Integration von Open-Source-Lösungen mit dem klaren Bekenntnis, digitale Autonomie in konkrete Ergebnisse im Geschäftsalltag unserer Kunden zu übersetzen.“


