Roundcube, eine der weltweit am häufigsten genutzten Webmail-Applikationen, schließt sich Nextcloud an, bekannt als beliebteste Open-Source-Plattform für Content Collaboration. Die Projekte bieten dezentralisierte Lösungen für Groupware und Online-Content-Collaboration und ihre Allianz eröffnet Organisationen und Nutzern einen Weg zur digitalen Autonomie.
Mit dieser historischen Partnerschaft wollen die beiden Projekte die E-Mail-Landschaft umgestalten. Obwohl 50 Jahre alt, nehmen E-Mails immer noch 30% des Tages eines durchschnittlichen Büroangestellten in Anspruch. Durch den Zusammenschluss bieten Nextcloud und Roundcube ein starkes Gegengewicht zu den Risiken der modernen E-Mail, nämlich der starke Druck in Richtung Zentralisierung, der anderen Kommunikationsplattformen wie Messaging-Dienste zu schaffen machte.
„Der Zusammenschluss unterstreicht nicht nur die kollektive Stärke der Open-Source-Community, sondern auch unser anhaltendes Engagement für Datenschutz, Sicherheit und die Selbstbestimmung der Nutzer“, erklärt Frank Karlitschek, CEO und Gründer der Nextcloud GmbH.
Im Laufe des nächsten Jahres wird Nextcloud in Roundcube investieren, die Entwicklung beschleunigen und mit der Community zusammenarbeiten. Es sind sowohl Funktions- als auch Sicherheitsverbesserungen geplant und zusammen werden die beiden Produkte einem größeren Nutzerkreis ein umfassenderes Angebot bieten. Die bestehenden Integrationen sollen verbessert werden und es soll nach Synergien sowohl auf technischer Ebene als auch für die Implementierung und Community gesucht werden. Es gibt jedoch keine unmittelbaren Pläne für eine Fusion und Roundcube wird Nextcloud Mail nicht ersetzen. Neben den technischen Auswirkungen stärkt die Zusammenarbeit auch die Koalition für gleiche Wettbewerbsbedingungen, die unter Leitung von Nextcloud eine Kartellbeschwerde bei der Europäischen Union und der deutschen Regierung eingereicht hat.
Thomas Brüderli, Roundcube-Gründer, erklärt: „Beide Projekte teilen die gleiche Ideologie über die Rolle und Bedeutung von freier Software als unabhängige Alternative zu den großen Cloud-Diensten.“


