Die Bluemind Summit 2022: Ein Vortrag von Thomas Cataldo, Technischer Direktor, und Laurent Coustet, Architekt

Am 29. September veranstaltete BlueMind seinen Summit, das größte Open-Source-Messaging-Treffen in Frankreich. In diesem Artikel finden Sie Informationen dazu, was BlueMind Bedeutendes auf dem Summit 2022 angekündigt hat.

Neuheiten für Anwender

  • BlueMind bietet ein neues Modell für Webmail und Videokonferenzen, nativ oder mit einer Drittanbieterlösung. Hier erfahren Sie mehr
  • Alternativvorschlag zur Uhrzeit: Statt eine Einladung anzunehmen oder abzulehnen, können Sie „eine neue Uhrzeit vorschlagen“, abhängig von der Verfügbarkeit der anderen Teilnehmer. Der Organisator kann die Änderung ablehnen oder annehmen, in letzterem Fall erhalten die Eingeladenen automatisch eine Aktualisierung.
  • Neue Dokumentation: Mit einem neuen System und neuen Werkzeugen (Docusaurus, Markdown) hat BlueMind seine Dokumentation umfassend überarbeitet. Ziel ist es, eine bessere Aufteilung und einen proaktiveren Ansatz zu bieten. Direkter Link zur neuen Dokumentation: https://doc.bluemind.net/release/4.8/

Neuigkeiten für Administratoren

  • Verwaltung von Organisationseinheiten: Wenn eine große Zahl von Anwendern oder Anwender an unterschiedlichen Standorten zu administrieren sind, kann es hilfreich sein, Administratoren zu definieren, die bestimmte Rechte in Bezug auf eine Untermenge der Anwender haben. Lesen Sie hier mehr darüber
  • BM Cli: Der CLI-Client (Command Line Interface = Befehlszeilenschnittstelle) erlaubt Ihnen, Verwaltungsaufgaben der BlueMind-Plattform direkt in der Befehlszeile auszuführen. Das hat den Vorteil, dass Sie diese Aufgaben automatisieren und in Skripte integrieren können. Lesen Sie hier mehr darüber (Sprache auf Deutsch umstellen),
  • Multi External URLs: Eine einzelne BlueMind-Instanz kann verschiedene Zugriffs-URLs anbieten, zum Beispiel eine pro Kunde im Fall von Shared Hosting. Erfahren Sie hier mehr darüber
  • Let’s Encrypt: Die Entwicklung des Internets zwingt heute fast dazu, Verbindungen zu sichern. Wer Verbindungen verschlüsseln und sicherstellen will, dass die Gesprächspartner diejenigen sind, die sie vorgeben zu sein, braucht ein Zertifikat. BlueMind unterstützt nativ die Verwaltung und den Lebenszyklus von „Let’s Encrypt“-Zertifikaten. Lesen Sie hier mehr darüber
  • SRS (Sender Rewriting Scheme): Für eine vollständige Unterstützung von SPF (Sender Policy Framework) arbeitet BlueMind mit dem SRS. Erfahren Sie hier mehr darüber
  • Optimierung von Updates: Erfahren Sie hier mehr
  • Migration via BM Migrator: Das umfassende, inkrementelle Migrationstool ermöglicht die Migration von Exchange, Zimbra, Domino, Kerio und anderen Lösungen. Erfahren Sie hier mehr

UX-Strategie im Dienste der neuen Webmail

Eines der Hauptanliegen von BlueMind ist es, den Anwendern Lösungen anzubieten, die sie im Alltag gerne nutzen. Usability und Anwenderakzeptanz sind die treibenden Kräfte hinter den Entwicklungen, alle Anstrengungen drehen sich um Lösungen, die das Arbeiten mit dem meistgenutzten Dienst in Unternehmen verbessern.

Wenn Sie mehr über die UX-Strategie von BlueMind und deren praktische Umsetzung in der neuen Webmail-Lösung erfahren möchten, fahren Sie bitte hier fort.

Die Outlook-Revolution

Als es darum ging, E-Mail aus ihrer Abhängigkeit von Microsoft zu befreien, rückte der Bedarf der Anwender in den Fokus. Ein Teil der Anwender besteht auf Outlook – nicht verhandelbar. Es geht um das Outlook, das die Anwender kennen und das nativ mit Exchange zusammenarbeitet, nicht in einem abgespeckten Modus.

Outlook kommuniziert mit dem Exchange Server über eine Reihe von Protokollen namens MAPI. Diese unterscheiden sich grundlegend von Standardprotokollen wie POP und IMAP, die viel weniger umfangreich sind und nur den E-Mail-Teil verwalten. Die MAPI-Protokolle ermöglichen es, alle Daten in Outlook zu synchronisieren (zum Beispiel Kalender, Kontakte, Aufgaben, Notizen, Frei/besetzt-Informationen). Exchange für den Anwender nahtlos zu ersetzen, erfordert daher die Implementierung des serverseitigen MAPI-Stacks, der mit Outlook exakt so kommuniziert, wie es der Microsoft-Server tut.

Für die Implementierung aller serverseitigen MAPI-Schichten waren Personenjahrzehnte an Forschung und Entwicklung nötig. BlueMind ist die einzige Lösung der Welt, abgesehen von Microsoft, die nativ Outlook-kompatibel ist, und zwar ohne Konnektoren. Das ist eine echte Meisterleistung und bietet Unternehmen die einmalige Chance, endlich Ihre Anwender zufriedenzustellen und gleichzeitig Souveränität zu erreichen.

Der Gral der Resilienz: Disaster Recovery (DR) und Business Continuity (BC)

In einer idealen Welt steht das E-Mail-System niemals still. Das gilt auch für den Fall, dass Updates durchgeführt werden. Der Anwender soll sie nicht bemerken, unabhängig davon, was sich gerade ändert.

BlueMind hat sich für seine Arbeit und seine Lösung ein Ziel gesetzt: 0 (null) geplante Unterbrechungen des Dienstes.

Wie ist das zu erreichen? Durch ein neues Updatesystem, das das bestehende ergänzt.

Das System benötigt ein Minimum an doppelter Infrastruktur, ermöglicht aber auch:

  • Echtzeit-Backup
  • Disaster Recovery (DR) und Business Continuity (BC) ohne Betriebsunterbrechung
  • Updates ohne Unterbrechung des Dienstes

Das Prinzip:

  • Für nicht veränderbare Daten (E-Mails und Dokumente) wird ein Objektspeicher eingerichtet, den die Instanzen gemeinsam nutzen.
  • Für den Rest (Kalender, Kontakte, Verzeichnisse, gelesen / nicht gelesen usw.) werden Änderungen via Kafka erfasst. Dadurch können sie im Notfall auf der gleichen Version eingespielt werden – oder auf einer höheren, wenn ein Update vorzubereiten ist.
  • Ein Proxy-System ermöglicht die transparente, nahtlose Umstellung.

Mit Kafka-Infrastruktur und Objektspeicherung macht die konstante Aufzeichnung von Änderungen durch BlueMind geplante Unterbrechungen überflüssig. Updates, DR und BC sind nun unterbrechungsfrei, und die Produktion kann geklont werden (z. B. bei einem OS-Wechsel oder um eine Vorproduktion zu installieren).

Bye Bye, Cyrus Imap!

Cyrus Imap ist ein IMAP- und POP3-Server (Standardprotokolle für den Zugriff auf E-Mails) und ein Server für die Speicherung von E-Mails.

Cyrus weist verschiedene Einschränkungen auf:

  • Es ist eine technische Architektur mit veralteter Leistung (eine Verbindung pro Prozess).
  • Es ist nicht Cloud-fähig: Die Referenzdaten werden lokal gespeichert (cyrus.index, cyrus.header, mailbox_NN.conversations, annotations.db, mailboxes.db).
  • Die Integration mit dem Objektspeicher ist „primitiv“ und erfordert zusätzliche Verarbeitungen.
  • Das Mailformat ist unveränderlich, das heißt, es kann nicht weiterentwickelt werden, um neue Informationen zu integrieren.
  • Freigaben sind sehr umständlich.
  • Die Speicherung ist nicht optimal, wenn es um den verbrauchten Speicherplatz geht.

BlueMind v5 hat sich von Cyrus getrennt mit dem Ziel, die Leistung zu verbessern, weniger Memory und Speicher zu verbrauchen, globale Freigaben ohne Backend-Beschränkungen zu ermöglichen und die E-Mail-Lösung zu erweitern. Die Infrastruktur von BlueMind v5 ist auf Objektspeicher ausgelegt (funktioniert aber auch auf einem traditionellen Dateisystem) und ermöglicht Hot Upgrades (DR und BC).

BlueMind Summit 2022: Vielen Dank an alle!

Der BlueMind Summit 2022 war angefüllt mit Ankündigungen, Begegnungen und Diskussionen. In Kürze können Sie sich online die Aufzeichnungen der Vorträge ansehen. Wir laden Sie ein, den verschiedenen Links in diesem Artikel zu folgen, um mehr über die Aktionen und die Positionierung von BlueMind zu erfahren. Wir bedanken uns herzlich bei unseren Partnern Worteks und FactorFX, außerdem bei CEO Vision, Interstis, Scality und Wazo, die zum Erfolg dieses Tages beigetragen haben.

Wir hätten noch so viel mehr zu erzählen … Der Beruf des Softwareherstellers kennt kein Ende. Am besten, Sie folgen uns in den sozialen Netzwerken und abonnieren unseren Newsletter, um die nächsten Ankündigungen nicht zu verpassen.