Die DAASI International hat sich erfolgreich um die Mitwirkung im Teilprojekt NGI Pointer beworben, welches unter anderem Projekte zu den Themen Datenschutz, Internet der Dinge, eCommerce-Sicherheit sowie autonome Netzwerkoperationen und -kontrolle fördert. Die im Rahmen von NGI Pointer entwickelten Lösungen sollen den neusten technischen Anforderungen gerecht werden und bereits das Internet von heute sicherer machen. Als NGI-Architektin will die DAASI International mithilfe des sog. TLS-KDH-Mechanismus eine Lösung entwickeln, die für höhere Datensicherheit sorgt. Durch die Kombination des etablierten Protokolls TLS (Transport Layer Security) und Verschlüsselungsalgorithmen wie Diffie-Hellman mit der Authentifizierungstechnologie Kerberos, will sie dieses Ziel erreichen.

„Rechner, deren Funktion auf Quantenmechanik basiert, sog. Quantencomputer, machen bisherige Verschlüsselungsverfahren unzureichend“, sagt Peter Gietz, CEO der DAASI International. „Verschlüsselungen, für deren Decodierung ein Computer bisher viele Jahre benötigte, sind im Quantum Computing in wenigen Minuten entschlüsselt. Das stellt ein immenses Sicherheitsrisiko dar, dem wir vorgreifen wollen.“

Die Software Corteza soll der erste Anwendungsfall werden

In Corteza, eine Open-Source-Anwendung des irischen Unternehmens Crust Ltd. und Schwesternprojekt der gleichnamigen Arbeitsplattform Crust, soll die neue TLS-KDH-Technologie testweise zuerst implementiert werden. Über den didmos Authenticator, ein Authentifizierungsmodul des IAM-Frameworks didmos aus dem Hause DAASI International, das bereits in Crust verwendet wird, soll TLS-KDH als Authentifizierungsmechanismus eingesetzt und so die Datensicherheit immens erhöht werden.

Aufgrund bisher fehlender Implementierungen des neuen TLS-KDH-Standards, ist die erfolgreiche Umsetzung ein großer Schritt hin zu mehr Datensicherheit. Das Ziel des Projekts ist es, einen Proof-of-Concept (PoC) zu liefern, der zeigt, wie TLS-KDH erfolgreich über den didmos Authenticator implementiert werden kann.

Das NGI-Projekt

Hinter „Next Generation Internet“ (NGI) steht eine Initiative der Europäischen Kommission für ein menschenfreundliches Internet, das Grundwerte wie Datenschutz, Partizipation, Sicherheit und Diversität respektiert und als Gegenentwurf zum US-amerikanischen und chinesischen Internet gilt. In unterschiedlichen Teilprojekten verfolgt NGI verschiedene Ziele, die die Zukunft des Internets gestalten sollen. Das stets übergeordnete Ziel dabei ist die Übertragung europäischer Werte in die Sphäre des Internets.

Um Nachhaltigkeit und Zugänglichkeit der im Rahmen von NGI entstehenden Innovationen sicherzustellen, setzt die Initiative auf Open-Source-Projekte. Dabei verfolgt man einen Bottom-Up-Ansatz: Kleine Projekte, die für Innovationen wie neue Standards und Protokolle sorgen sollen. Die beteiligten Entwickler*innen nennt NGI die „Architekten des neuen Internets“.