Herzlich willkommen bei der OSBA! Möchtest Du Dich bzw. Euer Unternehmen kurz vorstellen?

Danke, es ist schön, hier zu sein! Ich selbst bin 56 und arbeite seit über 30 Jahren in der IT-Industrie, 20 Jahre davon im Public Sector im Zusammenhang mit regulierten Produkten und Standards in Deutschland und der EU. Famedly ist ein junges Unternehmen mit engagierten, hochqualifizierten Mitarbeitern weltweit, das als Remote-Team den ersten zertifizierten TI-Messenger auf den Markt gebracht hat. Mit diesem interoperablen Messenger auf Basis des Matrixprotokolls sind wir Marktführer im Gesundheitssektor und sehen große Chancen, auch im Public Sector ein souveränes, offenes und sicheres Kommunikationsökosystem zu etablieren.

Leslie Romeo, Director Public Sector Partnerships & Strategy @ Famedly GmbH

Zum Beispiel hat Famedly im Jahr 2024 das bisher einzige tragfähige Konzept zur Verbindung eines interoperablen Messengers auf Basis des Matrixprotokolls mit dem modernen Verschlüsselungsprotokoll MLS (Messaging Layer Security) veröffentlicht, das von der BWI GmbH geprüft und als geeignet beurteilt wurde. Nach Maßgaben des BSI ermöglicht dies eine sichere, souveräne Kommunikation auf dem Sicherheitsniveau VS-NfD ohne ein gesondertes VPN. Aktuell arbeiten wir an der Umsetzung dieses Konzepts für den Einsatz des Messengers in allen Bereichen des öffentlichen Sektors.

Was bedeutet digitale Souveränität für Dich/Euch persönlich?

Die digitale Souveränität Deutschlands kann nicht allein durch das Label „Made in Germany“ definiert werden. Das wäre deutlich zu kurz gegriffen und eine zu einfache Antwort auf eine komplexe Frage. Unserer Meinung nach sind Wettbewerb, Transparenz und Auditierbarkeit die wichtigsten Punkte. Um echte digitale Souveränität zu erreichen, müssen verschiedene nutzbare Angebote zur Erfüllung einer Aufgabe oder zur Lösung eines Problems vorliegen. Wo möglich, sollten diese auf etablierten und auditierbaren Standards beruhen, je nach Einsatzgebiet einer Ex-ante- oder Ex-post-Kontrolle unterzogen werden und im Quellcode offen zugänglich sein.

Was hat Euch zur Mitgliedschaft bei der OSBA bewogen?

Wir sind in unserem Tätigkeitsfeld in diversen Communities aktiv, die jedoch vor allem einen technischen Fokus haben. Die OSBA ist für uns der geeignete Ort, um die Business-Perspektive aktiv einzubringen. Gerade auf politischer und gesellschaftlicher Ebene kann die Diskussion über den Einsatz von Open Source nicht nur aus technischer Sicht geführt werden. Als größter Wirtschafts- und Branchenverband ist die OSBA der geeignete Akteur, um diese Diskussion nicht nur zu führen, sondern sie auch einzufordern und zu prägen.

Mehr Informationen zum Mitglied