Am 14. Mai 2024 war es wieder soweit: Der 2. Sovereign Cloud Stack Summit fand in der Villa Elisabeth in Berlin statt. Das denkmalgeschützte Gebäude mit seinem historischen Charme und dem angrenzenden Park bot für die rund 200 Teilnehmenden die perfekte Kulisse für das jährliche Get-together der SCS Community, von Entscheiderinnen und Entscheidern und Open-Source-Enthusiasten aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft.
Ein vielfältiges und hochkarätiges Programm
In dem abwechslungsreichen Programm fanden sich zahlreiche hochkarätige Vorträge und spannende Diskussionen und die Sprecherinnen und Sprecher sorgten für einen Tag voller informativer und inspirierender Momente. Zentrale Themen waren die gesellschaftliche Bedeutung von digitaler Souveränität, Transparenz und offener Zusammenarbeit, die Weiterentwicklung offener Standards für Cloud-Infrastrukturen, die Förderung der Nachhaltigkeit auch in der Software-Entwicklung und im Cloud-Betrieb sowie natürlich der Blick darauf, was in den knapp drei Jahren im SCS-Projekt von der Community geschaffen wurde.
Hier wurde deutlich, dass sich SCS inzwischen in vielen verschiedenen Nutzungsszenarien und auf dem Markt bewährt hat und an vielen weiteren Stellen im Aufbau ist:
- SCS-Technologie ist Basis der bewährten Cloud-Angebote von aov IT.Services, artcodix, plusserver (pluscloudopen), OSISM (betacloud), Wavecon/noris networks (wavestack), demnächst auch von ScaleUp Technologies. (https://scs.community/de/)
- SCS-zertifizierte Standards haben SysEleven und Cloud&Heat Technologies implementiert.
- Die BayernCloud Schule ByCS bietet verlässliche Dienste für 6.300 Schulen und 5 Mio. Nutzende auf SCS-Infrastruktur.
- Mit der FITKO (Föderale IT-Kooperation des Bundes und der Länder) wird eine Gruppe von Unternehmen aus der SCS Community in einem Proof-of-Concept demonstrieren, dass gemeinsame technische Standards die Föderierung von Ressourcen und einen einfachen Provider-Wechsel ermöglichen – no vendor lock-in.
- Den souveränen Arbeitsplatz openDesk auf SCS zu deployen ist Gegenstand eines Proof-of-Concept mit dem ZenDiS (Zentrum Digitale Souveränität).
- Schleswig-Holstein setzt für seine Cloud-Umgebungen auf SCS.
- Das Thüringer Landesrechenzentrum (TLRZ) verwendet für seine Cloud-Infrastruktur SCS.
- BASF nutzt für seinen wissenschaftlichen HPC-Cluster SCS-Technologie.
- Für die Gaia-X Federation Services (GXFS) stellt SCS die Entwicklungsumgebung zur Verfügung.
- Und schließlich ist SCS selbstverständlich auch in OpenCoDE vertreten.
Ein Blick in die Zukunft: Nach der Föderung geht’s weiter
SCS wird in zwei Richtungen weiterentwickelt: In der Open Source Business Alliance wird derzeit das Forum SCS Standardisierung gegründet. Dieses wird SCS-Standards und die Zertifizierungen weiterentwickeln und für Offenheit, Transparenz und Qualität sorgen. Gründungsmitglieder des Forums sind (in alphabetischer Reihenfolge): aov IT.Services GmbH, artcodix UG, B1 Systems GmbH, Cloud&Heat Technologies GmbH, plusserver GmbH, ScaleUp Technologies GmbH & Co. KG, secunet Security Networks AG und SysEleven GmbH.
Kommerzielle Angebote werden die Weiterentwicklung der weiterhin vollständig offenen SCS Software, Gewährleistung, Wartung und Support sicherstellen. Weitere Unternehmen bieten Schulungen oder Implementierungsdienstleistungen an.
Impressionen der SCS Summit 2024 finden Sie in unserer Historie in Bildern.
Wer beim nächsten Mal (wieder) dabei sein möchte – save the date: 8. Mai 2025 Berlin #SCSSummit25
Wir danken allen Teilnehmenden – auf, vor und hinter der Bühne!


