Porträt von Ansgar Licher, Geschäftsführer von LWsystems

Herzlich willkommen bei der OSBA! Möchtest Du Dich bzw. Euer Unternehmen kurz vorstellen?

LWsystems gibt es seit 2004 – wir sind ein inhabergeführtes Open-Source-IT-Unternehmen aus Bad Iburg und Partner mehrerer Hersteller, u. a. Univention, Zimbra, Nextcloud, OpenTalk und Collabora. Unser Fokus liegt auf souveränen IT-Lösungen für den Mittelstand und den öffentlichen Sektor in der DACH-Region: Groupware, Collaboration und Videokonferenzen sowie mit Benno MailArchiv und Benno Cloud Enterprise die revisionssichere und GoBD-konforme Archivierung von E-Mails.

Bei allen Lösungen legen wir Wert darauf, dass unsere Kunden selbst entscheiden können, ob sie On-Premises oder als SaaS aus unserer eigenen Cloud betreiben.

Was bedeutet digitale Souveränität für Dich/Euch persönlich?

Für mich bedeutet digitale Souveränität vor allem unternehmerische Verantwortung über Quartalsgrenzen hinaus. Der Impuls dazu kam mir kürzlich bei der Betriebsbesichtigung eines 135 Jahre alten Familienunternehmens: Der Geschäftsführer beschrieb, wie sein Unternehmen nicht in Quartalen, sondern in Dekaden denkt. Genau das ist für mich der Kern digitaler Souveränität: Kunden eine Wahlfreiheit zu bieten – etwa zwischen Open-Source-Lösungen On-Premises oder als SaaS bei uns –, die auch in zehn oder fünfzehn Jahren noch trägt, unabhängig davon, wie sich die Lizenzpolitik einzelner Großanbieter verändert.

Was hat Euch zur Mitgliedschaft bei der OSBA bewogen?

Uns hat bewogen, dass wir als einzelnes Unternehmen nur begrenzt etwas bewegen können. In der OSBA finden wir Vernetzung mit anderen Open-Source-Anbietern, eine gemeinsame politische Stimme gegenüber Politik und Verwaltung und mehr Sichtbarkeit als Anbieter. Wir wollen die Branche gebündelt statt isoliert vertreten – das erreicht man gemeinsam besser als allein.