Nextcloud, Open-Xchange und Univention kündigen Software-Suite für den öffentlichen Sektor an
Führende Open-Source-Software-Unternehmen unterzeichnen Partnerschaftsvertrag für Entwicklung einer Branchenneuheit

Drei der wichtigsten Unternehmen in der Open Source Industrie haben ein Partnerschaftsabkommen unterzeichnet, in dessen Rahmen sie gemeinsam eine umfassende Software-Suite speziell für den öffentlichen Sektor entwickeln und anbieten werden – die Sovereign Productivity Suite (SPS).

SPS kombiniert Produkte, die sich auf dem Markt bereits bei mehr als 100 Millionen. Anwendern bewährt haben, und integriert erstklassige Open Source Software von jedem der drei Partner. Die Suite wird ein Online-Benutzerportal für den einfachen Zugriff auf E-Mail, Kalender, Kontakte und Aufgaben sowie Online-Dateisynchronisation und -freigabe, Videokonferenzen und Chat, Funktionen zur Benutzerverwaltung und ein App Center umfassen.

Freie Wahl: Cloud oder On-Premise

SPS liefert eine kosteneffiziente Lösung, die entweder direkt als On-Premises-Lösung oder über Partner als Teil eines standardmäßig in Europa gehosteten Cloud-Stacks schnell implementiert werden kann. Dies gibt größeren Kunden und Cloud-Partnern die Flexibilität, SPS in ihren eigenen Rechenzentren zu betreiben. Kleinere Kunden können von einer noch kürzeren Produkteinführungszeit profitieren, wenn sie sich für die Bereitstellung von SPS über einen Cloud-Partner entscheiden.

Kosten und Komplexität reduzieren

Mit Blick auf die Anwender im öffentlichen Sektor besteht die Designphilosophie von SPS darin, eine intuitive und einfach zu bedienende Produktivitätssuite mit Best-of-Breed-Anwendungen zu liefern.

Der Vorteil dieses Ansatzes ist, dass Kunden, die eine Open-Source-Lösung wünschen, nicht länger selbst die verschiedenen Pakete kombinieren müssen. Stattdessen können sie Kosten und Komplexität mit einer einzigen Lösung reduzieren, die speziell für ihre Bedürfnisse entwickelt wurde, unter einem Vertrag und mit einheitlichem Support.

Stellungnahmen der Firmenchefs

Frank Karlitschek, CEO Nextcloud, sagt: „Es gibt einen weit verbreiteten Bedarf an einer verlässlichen Office-Produktivitätsplattform im öffentlichen Sektor in Deutschland. Der Aufwand, Komponenten von mehreren Anbietern einzukaufen, verlangsamt die Verbreitung von sicherer und richtlinienkonformer On-Premise-Collaboration-Software. Eine vollständige Lösung der marktführenden Anbieter wird den Übergang zu einer nachhaltigen, auf Open Source basierenden Technologie unterstützen, die Europa hilft, seine digitale Souveränität zu schützen.“

Andreas Gauger, CEO von Open-Xchange, betont: „Dies ist das erste Mal, dass sich drei deutsche Open-Source-Unternehmen auf diese Weise zusammenschließen, und was wir tun, ist enorm leistungsstark. Indem wir eine vollständige Software-Suite bieten, die die besten Lösungen auf dem Markt vereint und speziell auf die Bedürfnisse des öffentlichen Sektors zugeschnitten ist, bieten wir eine echte Alternative zu den Hyperscalern – und zwar eine, die in Deutschland entwickelt wurde und auf Open Sourcebasiert.“

Peter Ganten, CEO von Univention, ergänzt: „Digitale Souveränität ist die Grundlage, um in der digitalen Welt die Kontrolle zu übernehmen und innovativ zu sein, und damit entscheidend für eine selbstbestimmte Zukunft. Ein Schlüsselelement dafür ist Open Source Software. Dass nun drei der wichtigsten Open-Source-Unternehmen zusammenarbeiten werden, um sicherzustellen, dass sich ihre Produkte gegenseitig perfekt ergänzen und aufeinander aufbauen, ist eine fantastische Nachricht. Damit stellen wir sicher, dass Open-Source, insbesondere im Bereich der Arbeitsplatzproduktivität für den öffentlichen Sektor, in Zukunft viel einfacher zu implementieren und standardisierter sein wird.“