MariaDB Corporation Ab gibt die Freigabe von MariaDB 10.1 RC, ein Projekt unter der Leitung der MariaDB Foundation, bekannt. Diese Version verfügt über eine einfach einsetzbare, native Datenbank-Verschlüsselung, die sich weder auf die Leistung noch auf Kosten auswirkt. Durch Upgrade auf MariaDB 10.1 können MySQL und MariaDB Anwender ihre Datenbanken ohne Änderungen von Anwendungen und ohne Einbußen in der Gesamtleistung verschlüsseln. Ebenso ist es einfach möglich, kommerzielle Datenbanken und Anwendungen auf MariaDB 10.1 zu migrieren. So können Unternehmen ihre Datenbanken verschlüsseln und physikalisch gespeicherte Daten zu einem Bruchteil der TCO schützen. Darüber hinaus verfügt MariaDB 10.1 über verbesserte Skalierung, Hochverfügbarkeit, Performanz und Interoperabilität.

Datensicherheit ist eine kritische Notwendigkeit: Die Kosten für die Behebung von Datenschutzverletzungen belaufen sich weltweit auf 3,8 Millionen Dollar pro Jahr, wobei ein kompromittierter Datensatz mit geschätzten 154 Dollar zu Buche schlägt (siehe Ponemon Institute, 2015 Cost of Data Breach Study: Global Analysis, von IBM gesponsert). Hacker haben sich weiterentwickelt, ihre Techniken sind ausgefeilter. Berücksichtigt man das exponentielle Wachstum sensibler Daten, die im eigenen Unternehmen in verteilten Umgebungen und in der Cloud verwaltet werden müssen, ist die Investition in traditionelle Sicherheitsmechanismen kein gangbarer Weg mehr.
Anbieter von Datenmanagement-Systemen nutzen bei ihren Erweiterungen für Datenbankverschlüsselung die Produkte von Drittanbietern. Aufgrund der daraus resultierenden hohen Kosten, dem Wartungsaufwand und den Auswirkungen auf die Leistung, ist diese Lösung für die meisten Unternehmen aber keine interessante Option mehr. Hier kann MariaDB 10.1 mit dem neuen Multi-Layer-Sicherheitsschutz der nativen Datenbank-Verschlüsselung von Google Abhilfe schaffen.

„Datenzentrierte Sicherheit ist von größter Bedeutung, allerdings waren Bedenken hinsichtlich Kosten, Leistung und Schwierigkeiten bei der Bereitstellung bisher ein Hindernis für den breiteren Einsatz von Datenverschlüsselung“, meint Garrett Bekker, Senior Analyst Enterprise Security bei 451 Research. „Dank der nativen, transparenten Datenverschlüsselung in MariaDB 10.1 ermöglicht MariaDB CISOs und CIOs, Barrieren zu beseitigen und Best Practices in der Datensicherheit anzuwenden.“
„Wir freuen uns, der Open Source Community MariaDB 10.1 mit Datenverschlüsselung, die Google beigetragen hat, zur Verfügung stellen zu können“, sagte Otto Kekäläinen, CEO der MariaDB Foundation. „MariaDB ist nun auch die sicherste Open-Source-Datenbank, nachdem sie bereits als die am besten skalierbare und zuverlässigste gilt.“
MariaDB 10.1 enthält Verbesserungen in den wichtigen Bereichen Sicherheit, Skalierbarkeit, Hochverfügbarkeit, Performanz und Interoperabilität.

Sicherheitsvorteile gegenüber anderen Open-Source-Datenbanken sind unter anderem:
• Data-at-Rest-Verschlüsselung: Verschlüsselung auf Instanzen- und Tabellenebene mit Unterstützung rotierender Schlüssel (Beitrag von Google)
• Passwortvalidierung
• Verbesserungen bei rollenbasierter Zugriffskontrolle (Standardrolle) und Tuning

Verbesserungen in der Hochverfügbarkeit beinhalten eine hochwertige Lösung durch nahtlose Integration von Galera Cluster 

Skalierbarkeit:
• Optimierte parallele Replikation – alle Transaktionen können parallel ablaufen, was einen Leistungsschub in der Master-Slave-Replikation bewirkt
• Trigger werden bei zeilenbasierter Replikation durch den Slave ausgeführt
• WebScaleSQL Performanz-Erweiterungen

Erweiterungen zur Steigerung der Performanz:
• Abfrage-Timeouts
• InnoDB-Verbesserungen wie Multi-Threaded-Flush, Seitenkomprimierung für FusionIO /nvmfs
• Optimizer-Verbesserungen mit EXPLAIN JSON und EXPLAIN ANALYZE (mit FORMAT = JSON)

Verbesserungen der Interoperabilität
• CONNECT Engine wird JSON / BSON Unterstützung bieten

MariaDB 10.1 RC ist ab sofort verfügbar, allgemeine Verfügbarkeit (GA) ist für Anfang Oktober geplant.