Derzeit gibt es viele Hackathons, um Tools zu entwickeln, mit deren Hilfe man verschiedene Probleme rund um die Corona Krise bewältigen kann. Immer mehr Regierungen und Verwaltungen veranstalten und finanzieren solche Hackathons. Es muss sichergestellt sein, dass die Ergebnisse dieser Hackathons global genutzt und lokal angepasst werden können, dass die Software verwendet, verstanden, verbreitet und verbessert werden kann. Überall. Die FSFE fordert daher, die Ergebnisse unter einer Freien-Software-Lizenz zu veröffentlichen.

Die Kette der COVID-19-Infektionen zu durchbrechen und ihre dramatische Auswirkungen zu lindern hat oberste Priorität. Auch technische Lösungen sind dafür geeignet, um diese Ziele zu erreichen – von Beatmungsgeräten im 3D-Druckverfahren über die Verfolgung potenzieller Ausbrüche bis hin zur Organisation von Communities, die helfen wollen. In den letzten Wochen wurde viele virtuelle Hackathons organisiert und durchgeführt, um Lösungen in Bezug auf die Covid-19 Krise zu finden und zu finanzieren. Derzeit werden nur einige von ihnen unter einer Freien-Software-Lizenz veröffentlicht, auch als Open-Source-Software oder Libre-Software-Lizenz bekannt. Nur durch diese freien Lösungen wird sichergestellt, dass Software weltweit verwendet, verstanden, geteilt und genutzt werden kann.

Globale Probleme brauchen globale Lösungen

Mittlerweile führen immer mehr europäische Regierungen und Verwaltungen virtuelle Hackathons zur Entwicklung neuer Tools durch. Während einige von ihnen ausdrücklich nur Freie- Software-Lösungen unterstützen, wie etwa der WirVsVirus-Hackathon, erwähnen andere die Lizenz überhaupt nicht, wie EUvsVirus von der Europäischen Kommission oder der Global Hack, finanziert von StartUpEU. Dadurch wird es schwierig und teilweise unmöglich, die Software in anderen Teilen der Welt wiederzuverwenden.

In einer Zeit, in der die Menschheit zusammenarbeiten muss, um Lösungen für eine globale Krise zu finden, können wir es uns nicht leisten, das Rad immer wieder neu zu erfinden. Globale Probleme brauchen globale Lösungen! Es ist Freie Software, die globale Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Code ermöglicht. Jede proprietäre Lösung führt zwangsläufig zu unzähligen isolierten Lösungen und verschwendet Energie und Zeit, die wir uns als Gesellschaft in einer so kritischen Situation nicht leisten können.

Freie Software kann helfen, die Verbreitung von COVID-19 einzudämmen

Neben der globalen Zusammenarbeit ermöglichen Lizenzen für Freie Software die gemeinsame Nutzung von Code in jeder Gerichtsbarkeit. Lösungen, die in einem Land entwickelt wurden, können in einem anderen wiederverwendet und angepasst werden. Internationale Agenturen für Entwicklungshilfe und Humanitäre Organisationen können mit der Verfügbarkeit von Freier Software in jedem Land der Welt dazu beitragen, die Verbreitung von COVID-19 einzudämmen.

Bereits vor dieser Krise haben Hunderte von Organisationen und Tausende von Menschen gefordert, dass mit öffentlichen Geldern für öffentliche Verwaltungen entwickelte Software unter einer Freie-Software-und Open-Source Lizenz veröffentlicht wird. In Anbetracht dieser Krise ist diese Forderung wichtiger denn je.

Machen Sie mit

Helfen Sie bei der Verbreitung Freier Software und sorgen Sie dafür, dass die Ergebnisse von Hackathons unter einer Freien-Software-Lizenz veröffentlicht werden. Sammeln Sie weitere Hackathons auf unserer Wiki-Seite, und verlangen Sie von den Organisatoren, dass die Ergebnisse unter einer Freien-Software-Lizenz veröffentlicht werden, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse dieser Hackathons global verwendet und lokal angepasst werden können und die Software überall verwendet, verstanden, verbreitet und verbessert werden kann.