Die digitale Transformation der Kommunen ist eine zentrale Voraussetzung für eine leistungsfähige, resiliente und souveräne öffentliche Verwaltung. Open Source, offene Standards und interoperable Architekturen können dazu beitragen, Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern zu reduzieren, Innovation und Nachnutzung zu fördern und Wettbewerb und lokale Wertschöpfung zu stärken.
Die Working Group „Open Source in Kommunen“ innerhalb der Open Source Business Alliance (OSBA) verfolgt daher das Ziel, Open Source als strategischen Baustein kommunaler Digitalisierung zu stärken und geeignete Rahmenbedingungen für den nachhaltigen Einsatz offener Technologien im kommunalen Umfeld zu fördern.
OSBA-Kompetenzen in Kommunen einbringen
Open Source in Kommunen ist ein Querschnittsthema. Fragen etwa zu Beschaffung, Standards und Interoperabilität, Governance, Cloud, Sicherheit oder nachhaltigen Geschäftsmodellen werden bereits in verschiedenen Working Groups und Initiativen der OSBA bearbeitet. Die Working Group „Open Source in Kommunen“ versteht sich daher ausdrücklich nicht als Parallelstruktur. Ihre Aufgabe ist es, bestehende Arbeiten und Ergebnisse durch die Perspektive der Kommunen und der öffentlichen Verwaltung zu betrachten, spezifische Anforderungen zu identifizieren und diese in die jeweiligen OSBA-Aktivitäten zurückzuspielen.
Die Working Group wird dafür die kommunale Perspektive einbringen, Ergebnisse anderer OSBA-Working Groups für das kommunale Umfeld nutzbar machen und deren Akteure mit der Open-Source-Wirtschaft und der Bundespolitik vernetzen.
Die kommunale Perspektive wird dabei nicht isoliert betrachtet: Viele Anforderungen sind für die öffentliche Verwaltung insgesamt relevant. Die WG versteht sich deshalb als Austausch- und Arbeitsraum, in dem Kommunen, Wirtschaft und weitere Akteure gemeinsam Lösungsansätze für einen nachhaltigen Einsatz von Open Source in der öffentlichen Verwaltung entwickeln.
Konkrete Handreichungen und Use Cases für die kommunale Praxis
Die Working Group ergänzt die Arbeit der fachlich zuständigen OSBA-Working-Groups um die kommunale Perspektive. Für die Praxis entstehen Leitfäden, Entscheidungshilfen und Mustervorlagen, mit denen Verwaltungen Open-Source-Lösungen bewerten, rechtssicher ausschreiben und dauerhaft betreiben können.
Mit Use Cases wird gezeigt, wo Kommunen Open Source bereits erfolgreich nutzen, etwa bei Fachverfahren, Datenplattformen oder Geodaten. So können andere von diesen Erfahrungen lernen und vorhandene Lösungen nachnutzen. Zudem erarbeitet die Working Group Empfehlungen zu offenen Standards und Schnittstellen, damit sich neue Anwendungen leichter in bestehende kommunale IT-Landschaften einfügen.
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