📸 Jens Ahner // IHK Berlin

Beim ersten „Berliner Open Source Tag“ in der IHK diskutierten 120 Gäste aus Verwaltung und Wirtschaft die Chancen von Open Source Software für die Verwaltungsdigitalisierung. Die Open Source Business Alliance war mit mehreren Mitgliedern vor Ort vertreten und trug mit zahlreichen Vorträgen zum Programm bei.

Eine „Koalition der Willigen“ in Berlin

Unter dem Motto „Gemeinsam digital & souverän“ diskutierten knapp 120 Gäste aus Verwaltung und Wirtschaft am 19. Juni 2024 beim ersten „Berliner Open Source Tag“ im Ludwig Erhard Haus die Chancen von Open Source Software für die Berliner Verwaltungs-IT. Vorgestellt wurden in dem ganztägigen Konferenzprogramm auch spannende Open-Source-Projekte aus anderen Bundesländern.

 📸 Jens Ahner // IHK Berlin

📸 Jens Ahner // IHK Berlin

Die Planung und Organisation der Veranstaltung war aus einer Kooperation von IHK, Berliner Senatsverwaltung und OSBA-Mitglied Peer Heinlein entstanden. Das klare gemeinsame Ziel der Partner war es, ein Austauschforum für Wirtschaft und Verwaltung zu schaffen. Der Gedanke: Verwaltungsmitarbeitende sind oftmals nicht in vollem Umfang über die Möglichkeiten und die Leistungsfähigkeit der professionellen Open-Source-Wirtschaft im Bilde. Für die Open-Source-Unternehmen wiederum ist es von zentraler Bedeutung, die Anforderungen und Bedürfnisse in der Verwaltung zu verstehen.

Peer Heinlein, Geschäftsführer von Heinlein Support, mailbox.org und OpenTalk:
„Für eine erfolgreiche Open-Source-Strategie braucht es die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik. Das neu geschaffene Open Source Kompetenzzentrum (OSK) und die IHK Berlin sind dafür die perfekten Ansprechpartner. Beim Open Source Tag Berlin haben wir gesehen, wie groß das Interesse der Verwaltung ist, Open Source wirklich zu einer Erfolgsgeschichte der Berliner Verwaltung zu machen. “

Austauschforum für Wirtschaft und Verwaltung

IHK-Präsident Sebastian Stietzel eröffnete den Tag mit den Worten: „Open Source bietet viele Vorteile, beispielsweise bei der Beschleunigung der Verwaltungsdigitalisierung oder auch zur Stärkung von IT-Innovationen und Wertschöpfung der Berliner Digitalwirtschaft.“ Open Source lebe dabei insbesondere von offener Kooperation und Austausch. „Deshalb freut es uns, dass wir als IHK mit dem Open Source Tag eine Plattform schaffen können, um Wirtschaft und Verwaltung in Kontakt zu bringen“, so Stietzel.

 📸 Jens Ahner // IHK Berlin

📸 Jens Ahner // IHK Berlin

Mit Vorträgen von der Technologiestiftung, dem ITDZ Berlin, der Open Source Business Alliance sowie mit Best-Practice-Beispielen zu Einsatzfeldern von Open Source in den Landesverwaltungen von Thüringen und Schleswig-Holstein bot das ganztägige Programm den Teilnehmenden einen Überblick, was mit Open Source alles möglich ist. Zugleich wurden Impulse für die landeseigene Open-Source-Strategie gesetzt, die der Senat in diesem Jahr entwickeln und damit die digitale Souveränität in der Berliner Landes-IT stärken will.

OSBA-Mitglieder trugen mit Vorträgen zu der politischen Arbeit des Verbandes, zur Bedeutung von Open-Source-Communities, Open-Source-Arbeitsplatz-Software, IT-Security und Vergabe und Beschaffung zum Programm bei.

Dieses Format ist gut geeignet, um auch in anderen Bundesländern und Kommunen durchgeführt zu werden um Allianzen zwischen Wirtschaft und Verwaltung zu schmieden.

Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier.

Der Nachbericht zu der Konferenz ist in ähnlicher Form zuerst auf der Webseite der IHK Berlin erschienen.