Berlin, 14.05.2024 – Auf dem heutigen SCS Summit wird ein genauer Blick auf das Projekt Sovereign Cloud Stack (SCS) und dessen Anwender geworfen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf zwei neu zertifizierten Cloud Umgebungen – die der SysEleven GmbH und der Cloud&Heat Technologies GmbH. Diese setzen nicht auf SCS Software (Referenzimplementierung), sondern haben in ihren existierenden Umgebungen die vom SCS Projekt erarbeiteten offenen Standards umgesetzt. Hierbei wurde die Cloud-Umgebung der Cloud&Heat für eine Gruppe von Unternehmen eingerichtet, die gemeinsam einen Proof-of-Concept mit der FITKO durchführen, welcher demonstriert, dass Providerwechsel dank gemeinsamer technischer Standards deutlich vereinfacht wird (siehe auch beigefügtes Announcement). Einen genaueren Blick lohnt auch die Installation von SCS Software auf OCP Servern durch die ScaleUp Technology GmbH, die einen vollständigen Open-Source Software-Stack auf Open-Source-Hardware realisiert – mehr Open-Source geht kaum. Und dazu ist diese Lösung auch besonders energieeffizient (vgl. Vortrag von Christoph Streit: Steigerung der Energieeffizienz von SCS-basierten Clouds mit Open Hardware).
Der Sovereign Cloud Stack wird seit drei Jahren vom BMWK gefördert – erfolgreich, denn in diesem Jahr wurde bspw. mit dem Release 6 ein vollständig integrierter Cloud Stack bereitgestellt, und immer mehr Cloud Service Provider setzen für ihre Kunden auf SCS. Der Förderzeitraum endet in diesem September diesen Jahres, nicht aber SCS.
Der Sovereign Cloud Stack wird ab Oktober in zwei Richtungen weiterentwickelt. Zum einen gibt es kommerzielle Angebote, die Weiterentwicklung, Gewährleistung, Wartung und Support für die weiterhin vollständig offen entwickelte SCS Software anbieten. Weitere Unternehmen bieten Schulungen oder Implementierungsdienstleistungen an. Zum anderen wird gerade das Forum Sovereign Cloud Stack Standardisierung in der Open Source Business Alliance gegründet. Dieses hat zum Ziel, die Entwicklung der offenen Standards und der automatisierten Tests für diese weiterzuführen. Als Verwalter der SCS Marke vergibt es SCS Zertifizierungen und stellt die Regeln zu Transparenz, Qualität und Standardkonformität für die Nutzung der Marke auf. Die offenen Standards sind eine wesentliche Grundlage für digital souveräne und föderierbare Cloud-Umgebungen, die hochgradig kompatibel sind und so wirklich die Vermeidung von Vendor Lock-In bieten. So kann die Deutsche Verwaltungscloud gelingen, indem bspw. die Nachnutzung von existierenden Fachanwendungen überhaupt ermöglicht wird und es für den neuen openDesk Arbeitsplatz mit SCS Standards eine definierte Umgebung gibt. Es gibt die Möglichkeit, aus einem Netzwerk von kompatiblen Anbietern zu wählen und jederzeit zu entscheiden, selbst Infrastruktur zu betreiben, sollte dies aus regulatorischen, strategischen oder ökonomischen Gründen angezeigt sein. Dies stellt auch für Unternehmen der Privatwirtschaft einen handfesten Vorteil dar. Digitale Souveränität stellt Handlungs- und Innovationsfähigkeit her!
Das Forum Sovereign Cloud Stack bei der OSB Alliance ist nach dem Ende des SCS Förderprojekts der nächste Schritt hin zu einer von einzelnen Unternehmen unabhängigen Instanz, die offene Standards auf globalem Level erarbeiten und anbieten möchte.
Gründungsmitglieder des Forums sind (in alphabetischer Reihenfolge): aov IT.Services GmbH, artcodix UG, B1 Systems GmbH, Cloud&Heat Technologies GmbH, plusserver GmbH, secunet Security Networks AG und SysEleven GmbH. Sie alle setzen auf die offenen SCS Standards und wollen diese langfristig unterstützen und weiter vorantreiben.
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