Herzlich willkommen bei der OSBA! Möchtest Du Dich bzw. Euer Unternehmen kurz vorstellen?
Vielen Dank – wir freuen uns sehr, Teil der OSBA zu sein. Wir sind Cloudogu, ein Open-Source-Unternehmen aus Braunschweig. Seit 2014 verfolgen wir das Ziel, IT-Betrieb souveräner, einfacher und leistungsfähiger zu machen. Aus der Softwareentwicklung kommend, kennen wir die Anforderungen von Teams, die täglich mit Tool-Stacks, Betriebsaufwänden und Integrationsfragen arbeiten.
Unser Schwerpunkt liegt darauf, den Betrieb von Software-Tools für Entwicklung, Projektmanagement und DevOps deutlich einfacher zu machen. Mit dem Cloudogu EcoSystem stellen wir eine offene Betriebsplattform bereit, die als Schicht zwischen Infrastruktur und Tools funktioniert. Sie macht Tool-Stacks beherrschbarer, verbindet Open-Source-Werkzeuge und ermöglicht den Betrieb in der Cloud, on-premises, air-gapped und in Multi-Cloud-Umgebungen. Damit unterstützen wir insbesondere öffentliche Verwaltungen und Unternehmen, die ihre IT-Landschaften leistungsfähig, sicher und unabhängiger gestalten wollen.

Das Team der Cloudogu GmbH
Was bedeutet digitale Souveränität für Dich/Euch persönlich?
Für uns bedeutet digitale Souveränität vor allem Handlungsfähigkeit. Organisationen müssen ihre Infrastruktur, Software, Daten und Prozesse transparent, sicher, wechselfähig und zukunftsfähig gestalten können – auch dann, wenn sich Märkte, Sicherheitslagen oder geopolitische Rahmenbedingungen schnell verändern. Souveränität ist für uns deshalb die Freiheit, Infrastruktur- und Tool-Anbieter einfach wechseln zu können, Daten sicher zu speichern und unter Kontrolle zu behalten sowie nachhaltige Lösungen zu nutzen.
Open Source ist dafür für uns ein zentraler Schlüssel, weil Transparenz, Überprüfbarkeit und gemeinschaftliche Weiterentwicklung echte Alternativen schaffen. Gleichzeitig reicht Open Source allein nicht aus. Souveränität entsteht erst, wenn offene Tools auch verlässlich, sicher und wirtschaftlich betrieben werden können. Genau hier setzen wir mit unserem LowOps-Ansatz und dem Cloudogu EcoSystem an.
Was hat Euch zur Mitgliedschaft bei der OSBA bewogen?
Zur OSBA hat uns bewogen, dass wir digitale Souveränität als Gemeinschaftsaufgabe verstehen. Kein einzelnes Unternehmen kann die Abhängigkeiten in Infrastruktur, Software und Beschaffung allein auflösen. Dafür braucht es offene Standards, starke Partnerschaften, sichtbare europäische Open-Source-Angebote und eine gemeinsame Stimme gegenüber Politik, Verwaltung und Wirtschaft.
Die OSBA vertritt genau diese Perspektive: Open Source als Grundlage für digitale Souveränität, Innovation, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Wir möchten unsere Erfahrung aus dem Betrieb offener Tool-Stacks im öffentlichen Sektor einbringen, uns mit anderen Akteuren vernetzen und daran mitarbeiten, Open-Source-Lösungen leichter auffindbar, beschaffbar und betreibbar zu machen. Besonders wichtig ist uns, dass digitale Souveränität nicht bei Grundsatzpapieren stehen bleibt, sondern in der Praxis ankommt – in Vergaben, Projekten, Betriebsmodellen und langfristig tragfähigen Ökosystemen.


