Governikus Logo auf weißem Hintergrund
Porträt von Hartje Bruns

Hartje Bruns

Governikus

Governikus entwickelt und betreibt digitale Infrastrukturen, auf die öffentliche Verwaltungen, Behörden und die Justiz in Deutschland vertrauen. Seit 1999 gestalten wir digitale Prozesse, die rechtssicher, manipulationssicher und dauerhaft nutzbar sind.

Womit wir uns beschäftigen

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich digitale Identitäten, Dokumente und Transaktionen verlässlich absichern lassen. Dafür entwickeln wir Lösungen zur Authentifizierung und Identitätsprüfung, Plattformen für elektronische Signaturen und Siegel sowie Dienste zur Validierung digitaler Nachweise. Hinzu kommen Lösungen zur Langzeitbewahrung, die sicherstellen, dass digital signierte Dokumente auch Jahrzehnte später noch rechtswirksam validierbar sind. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil unserer Lösungen ist der sichere Datentransport. Ob für synchrone oder asynchrone Kommunikationsszenarien, nationale oder internationale Protokolle: wir haben das Know-how.

Was wir für die Verwaltung tun

Als einer der zentralen Technologiepartner im eGovernment und eJustice, stellen wir Basisinfrastrukturen bereit, die Bund, Länder, Kommunen und Justiz gemeinsam nutzen. Mehrere unserer Lösungen werden im Auftrag des IT-Planungsrats entwickelt und sind fester Bestandteil der deutschen Verwaltungsdigitalisierung. Dabei denken wir nicht in Einzellösungen, sondern in belastbaren Systemen.

Wer hinter Governikus steht

Die Governikus Unternehmensgruppe befindet sich im Besitz der Freien Hansestadt Bremen. Sie bündelt spezialisierte Gesellschaften mit unterschiedlichen Schwerpunkten: von digitaler Kerninfrastruktur über IT-Lösungen für Umweltschutz und Abfallwirtschaft bis hin zu Beratung und Betrieb. Knapp 400 Mitarbeitende an mehreren Standorten bringen technisches Know-how, Verwaltungsverständnis und Erfahrung zusammen.

Governikus. Damit digitale Verwaltung funktioniert.

Was bedeutet digitale Souveränität für Dich persönlich?

Für mich bedeutet digitale Souveränität: selbst entscheiden zu können, statt nur zu konsumieren. Eine Definition, die ich gut finde, stammt aus den Eckpunkten des IT-Rat und IT-Planungsrat aus dem Jahr 2020. Dort wird digitale Souveränität beschrieben als die Fähigkeiten und Möglichkeiten von Individuen und Institutionen, ihre Rollen in der digitalen Welt selbstständig, selbstbestimmt und sicher auszuüben (siehe auch https://www.bundestag.de/presse/hib/816766-816766).

Für den Einzelnen heißt das für mich vor allem drei Dinge.

  • Erstens: Verständnis. Ich muss in Grundzügen wissen, was mit meinen Daten passiert, wenn ich einen Dienst nutze, und welche Abhängigkeiten ich damit eingehe.
  • Zweitens: Wahlfreiheit. Souverän bin ich nur, wenn ich realistische Alternativen habe und auch wechseln kann, ohne meine Daten oder meine Kontakte zu verlieren.
  • Drittens: Kontrolle und Sicherheit. Ich entscheide bewusst, was ich teile, mit wem und zu welchem Zweck, und ich schütze meine Konten und Geräte.

Wichtig ist mir dabei: Souveränität heißt nicht, auf alles zu verzichten oder alles selbst zu betreiben. Es geht um bewusste Entscheidungen statt Bequemlichkeit aus Gewohnheit. Und das ist nicht nur Aufgabe des Einzelnen. Es braucht auch Angebote und Rahmenbedingungen, die solche Entscheidungen überhaupt möglich machen. Mit diesen Leitgedanken gestalten wir auch unsere Produkte und Projekte bei Governikus.

Was hat euch zur Mitgliedschaft bei der OSBA bewogen?

Als wir 2014 die AusweisApp des Bundes in die Pflege und Weiterentwicklung übernommen haben, haben wir uns dafür stark gemacht, dass aus der AusweisApp ein Open-Source Projekt wird. Damit gehörte die AusweisApp zu den ersten Open-Source-Projekten, die das Bundesministerium des Innern zu dieser Zeit veröffentlichte. Die Unterstützung und Weiterentwicklung offener Standards gehören zum Kernverständnis von Governikus. Der Beitritt zur OSBA war daher der nächste logische Schritt. Uns hat vor allem die Überzeugung bewogen, dass Open Source, offene Standards und digitale Souveränität zentrale Bausteine einer zukunftsfähigen digitalen Wirtschaft und des eGovernment sind. Als größtes deutsches Netzwerk von Unternehmen und Organisationen im Open-Source-Umfeld bietet die OSBA die Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und die Weiterentwicklung von Lösungen aktiv mitzugestalten. Besonders wichtig ist uns dabei, gemeinsam die Wahrnehmung und den Einsatz von Open Source in Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung zu stärken.

Mehr Informationen zum Mitglied