
Das SCS-Panel auf der Cloud Expo 2023 mit unseren Partnern PlusServer, Gaia-X Federation Services, B1 Systeme und OSISM
Auch in diesem Jahr war die Open Source Business Alliance mit dem Sovereign Cloud Stack sowohl mit einem Stand als auch einer Podiumsdiskussion auf der Cloud Expo Europe in Frankfurt vertreten. Wie bereits im Vorjahr stellte sich heraus, dass digitale Souveränität zwar ein häufig verwendetes Schlagwort ist, jedoch selten darüber nachgedacht wird, was es tatsächlich bedeutet und welche Auswirkungen es mit sich bringt.
Die Cloud Expo Europe ist ein guter Ort, um sich über Cloud-Angebote und -Services aus Deutschland und Europa zu informieren und Business-Partner zu finden. Als klassische B2B-Veranstaltung hat sie durch die Verbindung der Themen Cloud, Data-Center, AI, Security und Big Data sehr gute Möglichkeiten, sich auch langfristig zu etablieren. Wir als Open-Source-Verband und -Projekt waren aber eher Paradiesvögel in der Messehalle. Es gab nicht wenige, die erstaunt reagierten, als klar wurde, dass wir kein Produkt verkaufen wollen und dass man uns auch nichts verkaufen kann. Daraus ergaben sich aber zum Teil sehr gute Gespräche, denn unser „Produkt“ ist eben echte digitale Souveränität.

Der Stand der OSB Alliance und des Sovereign Cloud Stack
Im weiteren Sinne ist der Sovereign Cloud Stack natürlich auch ein Produkt, denn inzwischen ist der SCS-Stack produktiv einsetzbar und einige Cloud-Anbieter setzen SCS-Technologie bereits in ihren Rechenzentren für ihre Kunden ein. Zwei unserer Partner (PlusServer und B1-Systeme) waren auch auf der Cloud Expo vertreten, sodass wir Interessierte gerne an sie verwiesen haben. Es wurde sehr deutlich: Das Interesse an einer souveräner Cloud ist vorhanden!
Dass der Sovereign Cloud Stack schon längst über ein reines Open-Source-Projekt hinausgeht, konnten wir auch bei unserer Podiumsdiskussion aufzeigen, bei der sich SCS als Ökosystem präsentieren konnte mit Contributern, Anwendern, SCS-basierten Cloud Service Providern und natürlich dem SCS-Team. Es wurde deutlich, dass SCS die perfekte Basis für die Gaia-X Federation Services ist und dafür auch schon verwendet wird. Aber auch als Infrastrukturebene der PlusCloud open, der Betacloud, im Wavestack und der Regio.digital wird SCS-Technologie eingesetzt.
Besonderes Augenmerk haben wir gemeinsam mit den Panelisten darauf gelegt, dass der kollaborative Ansatz und die Transparenz in der Zusammenarbeit und Dokumentation den relativ „kleinen Fischen“ im großen „Cloud-Ozean“ enorme Vorteile bieten kann. Die verhältnismäßig kleinen Teams von PlusServer, OSISM und Noris (Wavecon) hätten kaum die Möglichkeit, allein die in der SCS-Technologie enthaltene Entwicklungsleistung zu erbringen. Zusätzlich ermöglichen die transparente Dokumentation der Software und der Prozesse und die aktive Teilhabe der Community ein Maß an Sicherheit und Geschwindigkeit im Bug-Fixen, die für ein Unternehmen alleine kaum zu bewältigen wäre. Dadurch werden die Angebote, die Cloud-Anbieter mit SCS ihren Kunden unterbreiten können, günstiger, sicherer und digital souveräner. Das ist ein schöner Erfolg für alle Beteiligten.
Insofern war es wichtig, dass wir als Paradiesvögel die Fahne der digitalen Souveränität hochgehalten haben, um zu zeigen, dass es mehr gibt als die großen Hyperscaler – z.B. föderative Cloud-Angebote.
Friederike Zelke, Community Managerin SCS
