Am 14. Mai findet in der Villa Elisabeth in Berlin-Mitte der zweite SCS-Summit statt. Im Fokus stehen erzielte Erfolge, wie z.B. die gelungene Zusammenarbeit in Bezug auf offene Standards, wie sie auch in der Deutschen Verwaltungscloudstrategie gefordert werden, und die Zertifizierbarkeit dieser offenen Standards. Zusätzlich gibt es Informationen über die Zukunft des Sovereign Cloud Stack (SCS) und aufregende Vorträge und Diskussionen.

2024 feiert der Sovereign Cloud Stack (SCS) seinen dritten Geburtstag. Inzwischen haben sich mehr als 30 Unternehmen und Partner zusammengefunden, um Open-Source-Cloud-Bausteine und -Betriebstools zu standardisieren, weiterzuentwickeln und zu einer Referenzimplementierung zusammenzufügen. Und vor kurzem wurde das sechste Release veröffentlicht, erstmalig mit einer vollwertigen und integrierten Infrastruktur und Kubernetes-Lösung.

Offene Standards: Ein Herzstück von SCS

Eine zentrale Forderung der Deutschen Verwaltungscloudstrategie ist die Einführung und Nutzung offener Standards – ein Aspekt, der von Anfang an auch im Sovereign Cloud Stack Projekt umgesetzt wurde. Es will nicht nur eine Open-Source-Referenzimplementierung für eine sichere und skalierbare Cloud-Umgebung zur Verfügung stellen, diese soll auch modular und vor allem föderierbar gestaltet werden können über mehrere Anbieter, Rechenzentren und Cloud-Modelle hinweg. Dies wird vorrangig mit der Nutzung von gemeinsamen, offenen Standards erreicht. Um die Erarbeitung von offenen Cloud-Standards zu intensivieren, wurde im letzten Jahr schon die Zusammenarbeit mit dem ALASCA Verein verkündet. Alle Cloud Service Provider, die auf SCS setzen, nutzen die offenen Standards in ihren Cloud Umgebungen, was täglich automatisch getestet und transparent gemacht wird. Mit der Erfüllung der Tests sind diese Anwender auch SCS-kompatibel zertifiziert.

Alle erarbeiteten Standards sind automatisch in die SCS Referenzimplementierung (IaaS und KaaS) integriert. Der Anspruch war und ist aber auch, wirklich offene Standards zu erstellen, die Nutzern mehr Flexibilität ermöglichen, weshalb die Standards in dem SCS zugrundeliegenden Upstream Projekte contributet werden und bspw. in allen Vanilla OpenStack oder Vanilla Kubernetes Clouds implementiert werden können. Dies ermöglicht es Cloud-Anbietern mit eigenen Implementierungen, SCS-kompatibel zu sein, indem sie die offenen Standards umsetzen. Auf dem SCS Summit wird die SysEleven GmbH vorstellen, wie sie die Anforderungen der SCS-Zertfizierung in ihr bestehendes Public-Cloud-Angebot integriert haben. Damit bietet der so erweiterte Kreis der föderierbaren SCS-Cloud-Angebote die perfekte Basis für alle Anforderungen und Services für erfolgreiche Digitalisierung in Deutschland, sowohl für den öffentlichen Sektor, als auch für die Privatwirtschaft.

Ein starkes Netzwerk ist die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft von SCS

Im Programm des Summits geht es dieses Jahr auch um die Gegenwart und Zukunft des SCS Projekts. Der skalierbare, sichere und digital souverän betreibbare Cloud-Stack wird in verschiedenen Szenarien bereits erfolgreich eingesetzt. Vier Beispiele werden von den SCS Anwendern plusserver GmbH, SysEleven GmbH, ScaleUp Technology GmbH und dataport AöR auf dem Summit vorgestellt. Unter anderem mit diesen Partnern wird zum Ende diesen Jahres, wenn der Förderzeitraum endet, die Zukunft von SCS mitgestaltet, damit sowohl die Referenzimplementierung als auch die offenen Standards weiterentwickelt werden. Auf dem Summit werden die konkreten Pläne das erste Mal im Detail veröffentlicht.

Highlights des Konferenz-Programms

Folgendes erwartet Sie außerdem an diesem Tag: Der Summit startet mit einer Keynote zur Bedeutung von offenen und digital souveränen Infrastrukturen für Freiheit und Demokratie. Anschließend werden vier der größten SCS-Partner und Cloud-Service-Provider vorstellen, wie und warum sie SCS einsetzen, auf dem anschliessenden Panel wird gemeinsam über die verschiedenen Ansätze diskutiert. Die Product Owner werden Produktfeatures von SCS vorstellen und einen Ausblick auf die nächsten geplanten Entwicklungen geben. Sie erfahren von Anwendungen, die bereits erfolgreich auf SCS betrieben werden und bekommen einen Einblick in die Perspektive von SCS-Implementierungspartnern.

Das Team von ECO:DIGIT – einem weiteren Projekt, an dem die OSB Alliance beteiligt ist – geht auf die ökologischen Nachhaltigkeitsaspekte von Open-Source-Cloud-Computing-Lösungen wie SCS ein. Und immer wieder wird es natürlich auch um die gesellschaftliche Bedeutung von digitaler Souveränität gehen und wie diese durch den Einsatz von Open Source Software gestärkt werden kann. Wir freuen uns, dass der SCS Summit in diesem Jahr in Kooperation mit der Open Infra Foundation stattfindet, die am Folgetag am gleichen Veranstaltungsort den OpenInfraDay Germany ausrichtet.

Neugierig geworden? Hier finden Sie die Programm-Highlights des SCS Summit, für die Teilnahme können Sie sich hier registrieren.