Geschäftsführender Vorstand

Digitale Souveränität ist essenziell für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Ohne sie ist der Staat erpressbar, Bürgerdaten sind unsicher, und die Digitalisierung stockt. Die Wirtschaft verliert Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit, und die Gesellschaft riskiert den Verlust von Kontrolle über Kommunikation und politische Willensbildung. Open Source Software ist ein Schlüssel zur digitalen Souveränität. Die Open Source Business Alliance (OSBA) hat dazu viel beigetragen – von Wahlprogrammen bis zu Gesetzen. Doch oft folgt der Erkenntnis kein Handeln: Budgets und Initiativen bleiben aus. Als Gründer und Co-Geschäftsführer von Univention und Mitgründer der OSBA setze ich mich seit über 25 Jahren für pragmatische Lösungen und digitale Souveränität ein. Mein Fokus liegt auf Zusammenarbeit, Diplomatie und der Weiterentwicklung der OSBA zu einer noch schlagkräftigeren Organisation.

Ich bin sehr vielen programmierenden Menschen dankbar. Ohne deren umfassende Unterstützung wären weder meine Dissertation noch die Entwicklung der Routing-Plattform, für die ich als CTO bei Targomo verantwortlich war, möglich gewesen. Diese Erfahrungen haben mich dazu gebracht, „Public Money, Public Code” zum zentralen Thema meines Landtagsmandats (2019-2024) zu machen. Als Abgeordneter habe ich mich für offene Daten und freie Software in Sachsen eingesetzt, damit Entscheidungstragende sich aus Lock-in-Fallen befreien und wieder digital souverän handeln können. So wurde auf meine Initiative hin die Sächsische Open-Source-Software-Strategie beschlossen und der Sächsische Digitalpreis (inkl. Open Source Kategorie) ins Leben gerufen. Für mich ist Open Source Software mehr als nur ein Entwicklungskonzept. Gerade in der heutigen (digitalen) Welt, die bestimmt wird vom Willen einger weniger Personen, möchte ich dabei mithelfen, dass sich das ändert. Ich bin davon überzeugt, dass der zunehmende Erfolg und die Innovationskraft sowie -geschwindigkeit des Open-SourceÖkosystems sich maßgeblich auf Zusammenarbeit und nicht Abschottung begründet und eine gleichberechtigte, demokratische digitale Gesellschaft nur durch Kollaboration und die freie Verbreitung von Wissen gelingt.

Ich bin bereits seit über 20 Jahren im OpenSource Umfeld unterwegs und treibe auch innerhalb der Capgemini das Thema zu den Kollegen, unseren Kunden und unseren Partnern. Ich halte OpenSource als ein wichtiges Model um Freiheit, Souveränität und Innovation für uns als Gelssschaft, aber auch unsere Wirtschaft zu vertreten. Gerade in unserer Zeit mit stetig wachsenden Unsicherheiten und Abhängigkeiten ist OpenSource ein Gegenentwurf zur klassischen IT. Der Umgang mit Urheberrecht und Eigentum als Basis einer Wissensgesllschaft muss offen und transparent geführt werden. Ich sehe in der OSB ein starkes Sprachrohr in die Industrie, die Verwaltung und auch in die OpenSource Community – und genau diese Gruppen müssen in einen gemeinsamen Dialog eintreten um Fortschritt und Freiheit in der technologischen Entwicklung zu sichern.

Mein persönliches Ziel ist es, das Thema kommerzielle Open Source Software in der Öffentlichkeit zu unterstützen. Nachdem sich Linux als Betriebssystem weltweit durchgesetzt hat, ist heute die nächste große Herausforderung, kommerzielle Open Source Datenbanken als Standard in den großen Unternehmen zu etablieren. Als Experte in Open Source Datenbanken möchte ich diese Entwicklung mit begleiten. Als Finanzvorstand sehe ich meine Aufgabe in der Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität des Vereins und der Überwachung der Finanzthemen. Meine Finanzziele in dieser Rolle sind es, die Einnahmen mittelfristig zu erhöhen, die Einnahmen langfristig nachhaltiger zu gestalten und sicher zu stellen, dass die Ausgaben kurz-, mittel- und langfristig den Vereinszielen optimal dienen.

Erweiterter Vorstand

Als Mitglied des erweiterten Vorstandes und Sprecher der WG Events arbeite ich daran, die WG Events als verbandseigenen Dienstleister nach innen weiter ausbauen. Mein Ziel ist es, mit erfolgreichen Veranstaltungsformaten wie Members & Products, dem Open Source Day und weiteren Events den Austausch zwischen den Mitgliedern der OSB Alliance zu fördern und den Nutzen des Verbandes nach außen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sichtbar zu machen. Das gelingt uns mit mitgliederfokussierten Events, die das Netzwerk unterstützen und externen Events, die die Aktivitäten der OSB Alliance in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sichtbar machen und Informationen und Themen des Verbandes transportieren.

Ich bin aktiv in der Working Group Beschaffung und finde die Zusammenarbeit in der WG und auch die Vorstandssitzungen, an denen ich bisher teilgenommen habe sehr produktiv. Ich möchte mich aktiv beteiligen und kann in den Vorstand den Blickwinkel eines kleinen Herstellers und Cloud-Dienstleister, sowie „eher Neulings“ einbringen und bin als Ansprechpartnerin der OSBA für Rheinland-Pfalz tätig. Zusammen mit der WG Beschaffung wollen wir/ich die OSBA rund um Beschaffungsprozesse und im Austausch mit dem BMI vertreten. Generell bin ich jemand, der lieber Herausforderungen als Routine mag. Ich sage, was ich denke und meine, was ich sage. Ich unterstütze gerne in allen Bereichen, wo meine Mitarbeit Sinn macht.

Nach langjährigem Engagement in der OSB Alliance und im Vorstand zum Lobbying zu Open Source und digitaler Souveränität im Bereich Public Affairs möchte ich in einem neuen Mandat im Vorstand die Arbeit aus den Erfahrungen, Kontakten und Inhalten als Ansprechpartner für den Bereich Wirtschaft und Industrie fortentwickeln. Nach vielen positiven Gesprächen in der Mitgliedschaft, im erweiterten Vorstand sowie eindeutigen Aussagen in der Mitgliederbefragung als auch ersten Branchen-Reaktionen halte ich diese Fortentwicklung des Themas Digitale Souveränität in den Bereich Wirtschaft und Industrie für die Open Source Business Alliance für anstehend und geboten. Auch diese Bereiche stellen sich durch die Digitalisierung zunehmend den Themen zur Vermeidung von Abhängigkeiten bzw. Lockin und der notwendigen Souveränität und Resilienz. Selbstverständlich werde ich weiter auch Public Affairs Aktivitäten begleiten und als Vorstand unterstützen.

Open Source und darauf basierte Business Modelle lebe ich seit 1993. Digitale Souveränität ist die logische und konsequente Fortsetzung des Open Source Gedankens bezogen auf Systeme und Daten und nicht nur auf Software. Es ist und bleibt wichtig, diesen Anliegen eine klare Stimme zu verleihen, dabei aber ausgewogene und unterschiedliche Modelle der Monetarisierung zu finden und zu unterstützen. Dafür bringe ich mich im Bereich der inhaltlichen Arbeit und der Pressearbeit des Verbandes ein. Gestalterische Arbeit ist jetzt und in Zukunft wichtig. Meine Stimme steht für unterschiedliche Business-Modelle, die auf Open Source aufbauen und eine digitale Souveränität vollumfänglich gewährleisten. Mit GAIA-X hat die Bundesregierung einen Anfang gemacht, ich möchte mich einsetzen damit dies massiv, auch in Europa, ausgebaut wird.

Ich verantworte im Vorstand der Greenbone AG, einem Herstellers für digitale Sicherheitsprodukte, die Bereiche Marketing und Geschäftsentwicklung. Das prägt mich und mein Handeln. Mein Leitgedanke in der Kommunikation ist: Unser Wert ist der, mit dem wir wahrgenommen werden. In der OSBA produzieren wir viele wertvolle Inhalte im Bereich von digitaler Souveränität, Security, Open Source, KI Technologien, Cloud, Quantentechnologien und vieles mehr. Ich möchte dabei helfen, diesen Inhalten mehr Reichweite und Resonanz zu verschaffen. Dies soll den in der OSBA und verbundenen Organisationen engagierten Mitgliedsunternehmen helfen, durch ihre Unternehmenserfolge die Open-Source-Wirtschaft in Deutschland und Europa zu stärken.

Wir sind seit vielen Jahren und Jahrzehnten in der OSBA und haben uns stets für die Ziele der OSBA engagiert. Meine eigene Firma gibt mir zunehmend mehr Raum mich firmenunabhängig politisch und strategisch für Digitale Souveränität und Open Source zu engagieren. Das würde ich gerne auch in einen nach außen sichtbareren Rahmen gießen, Gleichzeitig erhoffe ich mir einen besseren Informationsfluss um mehr „am Ball“ zu sein um mein Engagement für und in der OSBA systematischer voranzutreiben, statt vom Zufall geprägt zu sein.

Ich bin derzeit in folgenden Bereichen aktiv, Nachhaltige Open Source Geschäftsmodelle und Beschaffung, Fachkräfte im Ausland und natürlich, Einsatz von Open Source in der Verwaltung – Schwerpunkt Bund + Berlin.

Mit der bytemine GmbH wurde ich Mitglied in der OSB Alliance und engagiere mich seitdem in verschiedenen Taskforces und Working Groups. Open Source Software und Lösungen begleiten mich seit mehr als zwanzig Jahren und sind weit mehr für mich als nur technische Basis. Seit einigen Jahren bin ich auch, unabhängig von meinem Arbeitgeber, als Fördermitglied in der OSB Alliance engagiert. Durch die vielen Berührungspunkte mit dem Themenkomplex Cloud Computing aus Anbietersicht ist digitale Souveränität für mich im Alltag sehr präsent, diesen Fokus möchte ich auch in der OSB Alliance durch meine Mitarbeit im Vorstand einbringen. Die OSB Alliance unterstütze ich des weiteren durch die Koordination der Bereitstellung der IT-Infrastruktur für die Verbandsarbeit.

Seid 1992 bin ich beruflich im Kontext IT, Infrastruktur, Softwareentwicklung in unterschiedlichen Rollen und Gebieten unterwegs. Wie kann Digitalisierung im komplexen Kontext passieren ist wohl eines der spannendsten Themen das mich bewegt. Und Open Source ist eine Bewegung, die so viele nicht genutzte Potentiale bietet, die erklärt und im jeweiligen Kontext verstanden und gehoben werden müssen – auf Ebene Unternehmen/Organisation – aber auch gesellschaftlich. Die OSB Alliance – und die handelnden Personen, die ich bisher kennenlernen konnte – erscheint mir nicht nur von der Mission, sondern auch von den Gedanken und Ansätzen als natürlicher „Place to be“, um mich zu engagieren, Erfahrungen auszutauschen, zu lernen und die Verbreitung von OpenSource als Methode, Philosophie und Geschäftsmodell zu fördern.

Als DACH Verantwortlicher für den Bereich Business und IT bei Suse sehe ich, dass es in der öffentlichen Verwaltung den politischen Willen gibt, mehr Open Source zu nutzen. Ich nehme wahr, dass es aktuell eher in der Umsetzung im nachgeordneten Bereich hapert.

In Verbindung mit meinen Aufgaben bei SUSE möchte ich unterstützen, die Barrieren bei der Nutzung von Open Source zu überwinden.

Digitale Souveränität und Resilienz in der IT sind für mich zwei Punkte, die gerade in der öffentlichen Verwaltung immer wichtiger werden. Dazu baue ich als Head of technical Pre-Sales für die Bechtle Systemhäuser in der DACH Region ein Portfolio von unterschiedlichsten Lösungen aus dem OSS Umfeld auf. Als Deutschlands größtes Systemhaus positionieren wir uns in diesem Bereich mit ausgezeichneten Zugängen auf unterschiedlichen Ebenen als der Digitalisierungspartner der öffentlichen Hand. Ein großes Ökosystem mit vielen Partnern ermöglicht uns eine neutrale Beratung der am Markt verfügbaren Angebote unterschiedlichster Anbieter und Hersteller. Meine Rolle sehe ich in der Vernetzung unterschiedlicher Anbieter aus Politik und Wirtschaft, um die Sicht des Kunden / der öffentlichen Hand immer wieder bei der weiteren Entwicklung zu berücksichtigen. Produkte und Lösungen müssen eine einfache Bedienbarkeit haben und einen Mehrwert stiften – da ist heute noch einige Luft nach oben.

Für mich bedeutet Open Source nicht nur technologische Freiheit, sondern auch wirtschaftliche Unabhängigkeit und gesellschaftlicher Fortschritt. Als starke Verfechterin von digitaler Souveränität möchte ich die Sichtbarkeit und Akzeptanz von Open-Source-Lösungen auf allen Ebenen stärken – sei es in Unternehmen, im öffentlichen Sektor oder in der Gesellschaft. Dabei ist für mich die Stärkung und Erweiterung von Kooperationen mit Unternehmen, öffentlichen Institutionen und der Open-Source-Community entscheidend für den langfristigen Erfolg der OSBA. Ich sehe es als eine meiner Aufgaben, diese Netzwerke weiter auszubauen und neue Partnerschaften zu initiieren sowie die Foren der OSBA zu unterstützen, um die Position als Bundesverband für digitale Souveränität zu festigen und weiter auszubauen. Die Werte der OSBA – Offenheit, Zusammenarbeit und Innovation – entsprechen meinen persönlichen Überzeugungen. Als Teil des erweiterten Vorstandes möchte ich diese Werte nicht nur nach außen hin vertreten, sondern auch innerhalb der Organisation leben und eine Kultur des offenen Dialogs und des Wissensaustauschs fördern.

Ehrenvorsitzender: Dr. Karl Heinz Strassemeyer