Das Bremer Unternehmen Univention hat heute seine Version 3.0 von Univention Corporate Client veröffentlicht. Eine wesentliche Änderung zu den Vorgängerversionen ist der Wechsel der technischen Basis von UCC von Kubuntu zu Ubuntu. Hintergrund sind die für Ubuntu angebotenen längeren Supportzeiten von fünf Jahren für die LTS-Versionen. Bei Kubuntu 16.04 LTS ist die Unterstützung auf nur drei Jahre angesetzt. Kunden profitieren damit von einer langfristigen Unterstützungskette für UCC. Mit dem Wechsel wird auch die Desktop-Umgebung von KDE auf Unity geändert. Unity wurde von Canonical speziell für Ubuntu entwickelt. Für einen besseren Überblick über die in einer Umgebung installierten UCC-Images, werden ab sofort sämtliche tatsächlich installierten Images von den Clients an Univention Corporate Server (UCS), der das zentrale Identity-Management für UCC bietet, gemeldet und dort leicht durchsuchbar dargestellt.

UCC 3.0 wird als Desktop-Image und als Thin-Client-Image ausgeliefert. Die Thin-Client-Version wird weiterhin als 32- und 64-Bit-Version ausgeliefert. Das Desktop-Image von UCC wird es aber künftig nur noch in einer 64-Bit-Version geben. Damit passt Univention die Produktstrategie dem veränderten Nutzerverhalten an, da inzwischen überwiegend 64-Bit-Desktops nachgefragt werden.

In die neue Version wurden auch einige, für einzelne Kunden entwickelte Erweiterungen übernommen, die die Komfortabilität deutlich erhöhen. Dazu gehört unter anderem die Funktion, Gerätenamen zu definieren, die nicht wie üblich automatisch in das System eingebunden werden sollen. Dieses Feature erleichtert die Kompatibilität mit „exotischer Hardware“. Außerdem werden die auf einem zentralen Server definierten Richtlinien bei jedem Start von UCC auch lokal gespeichert. So bleiben diese Richtlinien auch dann bestehen, wenn ein Client vorübergehend keine Verbindung zum zentralen LDAP-Server hat. Darüber hinaus erkennen Clients künftig, dass sich ihre Position im LDAP-Verzeichnis zwischenzeitlich verändert hat und müssen daher der Domäne nicht erneut beitreten.

Eine weitere praktische Erweiterung: Administratoren können nun ein laufendes UCC-Read-Only-Image vorübergehend mit Schreibrechten versehen, um dort Systemänderungen vorzunehmen, die auch nach dem Wechsel zurück in den Read-Only-Modus nach einem Neustart bestehen bleiben. Das Werkzeug HOME-Mounter zum Einbinden von Netzlaufwerken über CIFS wurde entfernt. Stattdessen wurden in UCC 3.0 Schnittstellen geschaffen, auf die externe Tools zugreifen können.

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