Wachstumsbeschleuniger für MariaDB: 25 Millionen Euro Förderung von der Europäischen Investitionsbank

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Luxemburg/Helsinki/Menlo Park, Kalifornien – 8. Mai 2017 – Die Europäische Investitionsbank (EIB) gibt bekannt, dass MariaDB, Anbieter der am schnellsten wachsenden Open-Source-Datenbank, zur Unterstützung von weiterem Wachstum und Datenbankinnovationen 25 Millionen Euro erhält. Hinter dieser Finanzierung von EIB steht der Europäische Fonds für strategische Investitionen (EFSI), der ein Schlüsselelement des Investitionsplans der Europäischen Kommission für Europa ist. Ziel ist die Förderung von Investitionen in strategische Projekte in Europa.

Für MariaDB ist das die erste Finanzierungshilfe der EIB. Das frische Geld wird zur weiteren Produktinnovation für die weltweit expandierende Zahl der Unternehmenskunden von MariaDB und die Erweiterung der Vertriebs- und Marketingteams in Europa, Amerika und Asien eingesetzt werden. Vor allem innerhalb Europas wird das Unternehmen seine Präsenz durch neue Entwickler in Helsinki ausbauen.

Jyrki Katainen, Vizepräsident der Europäischen Kommission
Jyrki Katainen, Vizepräsident der Europäischen Kommission

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Jyrki Katainen, verantwortlich für Beschäftigung, Wachstum, Investition und Wettbewerbsfähigkeit, meint: „Die Entwicklung neuer, innovativer Produkte erfordert nachhaltige Investitionen. Ich begrüße, dass der Investitionsplan Mittel zur Verfügung stellt, die das Entwicklungsprogramm von MariaDB unterstützen, das die Erweiterung des Entwicklerteams und die Erhöhung internationaler Vertriebs- und Marketingaktivitäten vorsieht. Der Fokus auf Innovation und Forschung sowie die Erschließung neuer Märkte wird dazu beitragen, dass das Unternehmen in einem hart umkämpften Markt erfolgreich ist.“
Der Datenbank-Markt wird von Analysten unterschiedlich eingeschätzt, sie sind sich aber einig, dass gerade ein massiver Umbruch stattfindet, der etablierte proprietäre Anbieter erschüttern wird, da Unternehmen weltweit Interesse an modernen Open-Source-Datenbanken haben. Unternehmen wie 1&1 Internet, mobilcom-debitel, Deutsche Bank und andere bauen ihre Infrastruktur um, um Kosten zu senken und ihr Unternehmen zu modernisieren.

EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle, zuständig für EFSI und Innovation, meint: „Wir freuen uns, mit MariaDB in dieser Umbruchphase zusammenzuarbeiten. Somit kann die EU-Bank ein europäisches Softwareunternehmen unterstützen, das besonders innovativ ist und über erhebliches Wachstumspotenzial verfügt. Genau das ist auch das Ziel des Investitionsplans für Europa: Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit Europas durch die Unterstützung hochqualifizierter Arbeitsplätze und die Stärkung der Position Europas als wichtiger Technologieanbieter.“

Schätzungen zu Open Source und Wachstum des Datenbankmarktes

  • Die weltweite Datenbankprognose von IDC erwartet, dass der gesamte Datenbankmarkt 2017 50 Milliarden US-Dollar erreichen wird, gegenüber 40 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015. (IDC: Worldwide Relational Database Management Systems Forecast, 2015)
  • Gartner schätzt, dass mehr als 70 Prozent der neuen internen Anwendungen auf Open-Source-Datenbanken entwickelt werden, während 50 Prozent der bestehenden kommerziellen Datenbanken bis 2018 auf Open Source umgestellt werden. (Gartner: Emerging Technology Trends Create Opportunities for DBMS Cost Optimization, April 21, 2016)
  • Die Popularität von Open-Source-Datenbanksystemen ist gemäß DB-Engines von 35 Prozent vor vier Jahren auf ein neues Rekordhoch von 46 Prozent angestiegen. DB-Engines ermittelt die Popularität von Datenbanken.