Regierungskoalition im Bundestag verabschiedet Forderung nach Open Source und offenen Standards

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Stuttgart, 28. März 2017 – Die Open Source Business Alliance begrüßt, dass der Bundestag vergangenen Freitag einen wichtigen Antrag hin zum innovativen Staat mit digitaler Verwaltung unter Verwendung von offenen Standards angenommen hat.

Der Antrag fordert im Kern eine offene moderne, bürgernahe, sichere und kosteneffiziente Verwaltung. Er geht im Detail auch darauf ein, wie die Potenziale einer digitalen Verwaltung genutzt und elektronische Verwaltungsdienstleistungen auf Basis von offenen Standards ausgebaut werden sollen.

„Open Standards und der vermehrte Einsatz von Open Source Software für die öffentliche Verwaltung, waren bereits im letzten Koalitionsvertrag beschlossen. Leider wurde davon bisher kaum etwas umgesetzt, wodurch Deutschland im Vergleich zu anderen innovativen Ländern ins Hintertreffen geraten ist. Umso mehr ist dieser Antrag begrüßenswert. Wir hoffen, dass nun die richtigen Schritte für Staat und Bürger schnell umgesetzt werden. Andere europäische Länder zeigen uns seit Jahren erfolgreich, dass offene Standards Grundvoraussetzung für eGovernment und zwingende Notwendigkeit für ein funktionierendes und bürgernahes Open Government sind“, erklärt Peter H. Ganten, Vorstandsvorsitzender der Open Source Business Alliance (OSB Alliance), einem der großen deutschen Verbände, der sich politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich aktiv für das Prinzip offener (Open) Vorgehensweisen und Standards einsetzt.

Eine besondere und begrüßenswerte Rolle im Antrag spielt eine vertrauenswürdige und sichere Verwaltung. In Zusammenarbeit mit dem BSI soll geprüft werden, welche Verwaltungsdienstleistungen für Bürger und Wirtschaft auf welchem Sicherheitsniveau künftig online durchgeführt werden.

In diesem Zusammenhang fordert auch die Open Source Business Alliance seit geraumer Zeit eine auf offenen Standards basierende und als Open Source implementierte Verschlüsselung, die für alle Beteiligten einfach zu handhaben, transparent und nachvollziehbar ist. Sicherheitslücken wie Backdoors können so sehr viel einfacher ausgeschlossen werden.

„Nur so wird eine durchgängige Kontrolle und Sicherheit überhaupt erst ermöglicht. Und es können Hintertüren und Gucklöcher, die von Fremden oder anderen Staaten unbemerkt eingebaut wurden, um die deutsche Gesellschaft und Wirtschaft auszuspionieren und nachhaltig zu schwächen, sehr viel besser vermieden werden. Open Source trägt also entscheidend dazu bei, Innovationen, Bürger, Wirtschaft und die öffentliche Hand nachhaltig zu schützen“, erklärt Peter H. Ganten von der OSB Alliance.