Mit Icons und Awards zelebriert die erste DINAcon die digitale Nachhaltigkeit

Am 20. Oktober ging in Bern die erste DINAcon über die Bühne und feierte mit der Lancierung von 17 Icons zu digitaler Nachhaltigkeit und der erstmaligen Verleihung der DINAcon Awards zwei Premieren.

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Am 20. Oktober ging in Bern die erste DINAcon mit über 250 Teilnehmenden erfolgreich über die Bühne. Mit der Lancierung von 17 Icons zu digitaler Nachhaltigkeit und der erstmaligen Verleihung der DINAcon Awards feierte die DINAcon zwei Premieren. Die Gewinner der DINAcon Awards sind die Video-Conferencing Lösung Jitsi Meet, die Open Source Arztpraxis-Lösung Elexis, die Schweizer OpenStreetMap Community, die Open Network Infrastructure Association und die Linux-Distribution SUSE.

Mit über 250 Teilnehmenden fand am 20. Oktober in der Welle7 in Bern erstmals die DINAcon statt. Diese neue Konferenz für digitale Nachhaltigkeit strahlte aus, was die Idee der digitalen Nachhaltigkeit verkörpert: Vielfältigkeit, Offenheit, Kreativität, Nutzen für die Zivilgesellschaft. Begrüsst wurde das Publikum durch den Berner Stadtpräsidenten und Parldigi-Mitgründer Alec von Graffenried. Danach hat Fairphone Co-Gründerin Bibi Bleekemolen in ihrem Keynote-Referat auf die verheerenden Zustände in der Herstellung und Entsorgung von Smartphones hingewiesen und aufgezeigt, wie mit dem Fairphone 2 ein modulares, weitgehend fair hergestelltes Open Source basiertes Smartphone eine Alternative besteht.

Anschliessend hat Nationalrat und Parldigi-Kernteammitglied Balthasar Glättli den neuen „Plattform-Kapitalismus“ der IT-Konzerne kritisiert und auf die Gefahr der Privatisierung des Wissens hingewiesen. Wichtig sei ein Paradigmen-Wechsel in Richtung digitale Nachhaltigkeit. Dazu hat er die neuen Icons vorgestellt, die das Konzept der digitalen Nachhaltigkeit und die Schwerpunktthemen von Parldigi visualisieren. Die 17 Icons sind ab sofort unter der Creative Commons Zero CC0 Lizenz veröffentlicht.

In der nachfolgenden Gesprächsrunde diskutierten neben Glättli auch Nationalrat und Parldigi Co-Präsident Franz Grüter, Clara Vuillemin vom Online-Magazin „Republik“, die deutsche Netzaktivistin Katharina Nocun sowie Unternehmerin Sylvie Reinhard über die Zukunft der Digitalisierung.

Bei den 20 Sessions wurde engagiert über neuste Open Source Technologien, Blockchain-Anwendungen, Internet of Things Infrastrukturen, Wikipedia-Bearbeitung sowie neue Gesetzgebungen wie das BÜPF, NDP und das URG diskutiert.

Als Höhepunkt des Tages wurden heute erstmals die DINAcon Awards vergeben. Von den 26 nominierten Projekten wurden fünf besonders herausragende Eingaben von der Fachjury ausgewählt. Gewinner des Open Source Classic Awards ist die Video-Conferencing Lösung Jitsi Meet. Den Business Award gewann die Open Source Arztpraxis-Lösung Elexis. Die Auszeichnung für besonders engagierte Communities wurde als Open Source Hero Award an die Schweizer OpenStreetMap Longterm Contributors verliehen. Der Einsatz für eine freie Internet of Things Infrastruktur ging als Open Internet Award an die Open Network Infrastructure Association. Und der Special Award ging an SUSE, eine renommierte Linux-Distribution.

Noch ist die erste DINAcon nicht vorbei. Ab 18 Uhr hacken rund 50 Personen die ganze Nacht lang an der Hacknight an Open Source und Open Data Projekten – sozusagen digitale Nachhaltigkeit in der Praxis.