Das richtige Geschäftsmodell im digitalen Zeitalter

Mit dem neuen EU-Projekt DIGITRANS bietet die MFG methodische Unterstützung für kreative KMU

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Gruppenbild der Partner Die DIGITRANS-Projektpartner beim Kick-off in Stuttgart (Bild: MFG/Goldberg)
Gruppenbild der Partner Die DIGITRANS-Projektpartner beim Kick-off in Stuttgart (Bild: MFG/Goldberg)

Stimmt das Geschäftsmodell, klappt es auch am Markt, so die gängige Vorstellung. Aber welche Strategie ist die richtige? Im Zeitalter der Digitalisierung ist die Auswahl groß. Ob Business Model Canvas oder Blue Ocean Strategie, es eine ganze Reihe Ansätze, um innovative digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln. Welche Modelle eignen sich für welche Unternehmensgröße? Und für welche Branche? Autorin: Ines Goldberg (MFG)

Das neue EU-Projekt DIGITRANS – Digitale Transformation in der Donau-Region nimmt sie unter die Lupe. Im Projekt wird eine Innovationsmethode mit passenden Instrumenten für die digitale Geschäftsmodellierung getestet und entwickelt, die unterschiedliche Ansätze aufgreift. Sie soll insbesondere für KMU und Spin-offs der Kultur- und Kreativwirtschaft anwendbar sein. Weitere Schwerpunktbranchen sind die Gesundheitswirtschaft und Advanced Manufacturing.

Digitalisierung als offizielle Querschnittsaufgabe

„Um innovativ zu bleiben, müssen wir Zukunftsthemen wie die digitale Revolution in den Blick nehmen: Sie ist in vollem Gang und verändert grundlegend Alltag, Leben, Wirtschaft und Arbeit. Die Digitalisierung betrifft nicht nur die Industrie, sondern alle Branchen, auch Handwerk und Dienstleistung. Es ist ein Kernthema des Wirtschaftsministeriums, besonders unseren Mittelstand auf dem Weg in die digitale Zukunft unterstützen“, so Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg. Das Projekt DIGITRANS passe daher sehr gut zur ressortübergreifenden Digitalisierungsstrategie digital@bw.

Zur DIGITRANS-Auftaktveranstaltung am 8. März 2017 im Stuttgarter Literaturhaus kamen über 50 Teilnehmer, um beim Startschuss des EU-Projekts dabei zu sein und mehr über das Unterstützungsangebot für die Kreativwirtschaft zu erfahren. Organisiert wurde die Veranstaltung von der MFG Innovationsagentur, die das Projekt gemeinsam mit einem internationalen Konsortium aus 17 Partnern in neun Donauländern umsetzt.

Unterstützung für KMU im digitalen Wandel

„Die Bedürfnisse mittelständischer Unternehmen unterscheiden sich auch im digitalen Wandel sehr von denen großer Konzerne“, sagt Roland Grimmelsmann, CEO beim Verlag Herder in Freiburg. „DIGITRANS ist vor allem deswegen interessant, weil es diese Bedürfnisse im Blick hat und aus vielen möglichen Ansätzen die passenden herausfiltert.“

Erklärtes Ziel des Projekts ist es, KMU dabei zu unterstützen, eigene digitale Geschäftsmodelle einzuführen. In den nächsten Monaten arbeiten die Projektpartner an der neuen Innovationsmethode und konzipieren bis Jahresende bedarfsgerechte Instrumente. In neu eingerichteten Inkubatoren in gleich sieben Partnerregionen im Donauraum werden diese direkt eingesetzt und in einem Blended-Learning-Programm vermittelt. Das Trainingsprogramm kombiniert Präsenz- und Online-Seminare und läuft auf einer eigenen Lernplattform.

In Baden-Württemberg wird der Inkubator am Herman-Hollerith-Zentrum an der Hochschule Reutlingen eingerichtet. Die Trainings für KMU und Innovationsberater laufen ein Jahr lang von Mai 2018 bis April 2019. Zum Abschluss von DIGITRANS werden die Schulungsunterlagen auf der erprobten Lernplattform unter einer offenen Lizenz zur Verfügung gestellt. Neuigkeiten gibt es unter dem Hashtag #DigitransEU.

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