Initiative Bildung 2020 eröffnet Schülerwettbewerb

„Wie sieht die Schule im Jahr 2020 aus?"

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Am Montag hat die Initiative Bildung 2020 den bundesweiten Schülerwettbewerb „Wie sieht die Schule im Jahr 2020 aus?“ gestartet. Die Initiative ist ein Konsortium aus der Open Source Business Alliance, dem DFG-Leistungszentrum für E-Learning und der Deutschen Digitalen Bibliothek. Der Wettbewerb steht unter dem Motto „Bildung im digitalen Zeitalter!“. Zum Auftakt ermutigte Henriette Baumann, Sprecherin der Working Group Education der Open Source Business Alliance, Schülerinnen und Schüler, sich näher mit der schulischen Zukunftsentwicklung auseinanderzusetzen. „Normalerweise sind Schüler nicht in der Rolle der Impulsgeber, sie werden nicht unbedingt gefragt, wie sie sich die Schule wünschen. Die digitale Transformation unseres Bildungswesens ist elementar für die zukünftige Wohlstandsentwicklung. Deswegen finde ich es sehr gut, wenn auch Schülerinnen und Schüler ihren Blickwinkel mit ihren Medien festhalten. Dabei können sie visualisieren, welche Elemente im Schulalltag stärkeres Gewicht erhalten sollen und welche Rolle digitale Medien dabei spielen werden“, so Baumann.

Digitalisierte Bildung mit offenen Standards

Zum Wettbewerbsstart verwies die stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe Tina Buhr auch auf die vom ifo-Institut durchgeführte aktuelle Umfrage, nach der die Bundesbürger das Kooperationsverbot in der Bildung mehrheitlich ablehnen. Laut Grundgesetz ist Bildungspolitik stets Ländersache, der Bund darf weder Finanzhilfen im Bildungsbereich zahlen noch eigene bildungspolitische Initiativen ergreifen. Die künstliche Trennung hat sich in der Praxis nicht bewährt und behindert die Entwicklung. Der Schülerwettbewerb sei begleitend dazu eine gute Gelegenheit, mehr Aufmerksamkeit und Bewusstsein für die Reformbereitschaft und den Veränderungswillen in den Schulen zu schaffen. Digitalisierung der Bildung auf Basis von offenen Standards und Systemen verdient auch in der öffentlichen Diskussion mehr Beachtung. „Es freut uns, wenn Schülerinnen und Schüler mit ihren Arbeiten dazu beitragen. Es ist die nachwachsende Generation, die die Verantwortung im Umgang mit der Ressource Wissen in Zukunft beeinflusst und trägt. Ihr Engagement, Bildung als freies Gut zu erhalten und zu schützen, ist daher sehr wichtig“, sagte Buhr.

Teilnehmern winken attraktive Preise

Der Videowettbewerb ist an Kinder und Jugendliche gerichtet, die mindestens die 4. Klasse einer allgemeinbildenden Schule besuchen. Wettbewerbsbeiträge können von Klassenverbänden, von Schüler- und außerschulischen Gruppen und auch von einzelnen Kindern und Jugendlichen erstellt werden. Der Kreativität sind dabei (fast) keine Grenzen gesetzt.

Den Gewinnern bietet der Wettbewerb attraktive Preise wie ein hochwertiges Tablet, eine Smartwatch und eine Action Cam, die von den Unternehmen Avnet und IBM gesponsert werden.

Die per YouTube-Link eingesendeten Schülervideos werden von einer unabhängigen Jury gesichtet und bewertet. Bei der Bewertung der Videos stehen nicht die künstlerischen Fähigkeiten oder der besonders gute Umgang mit Videotechnologien im Vordergrund. Vielmehr zählen Kreativität und Ideenreichtum für neue Bildungsmöglichkeiten und wie diese mit modernen, digitalen Elementen in Form von Diensten, Plattformen, Technologien und Endgeräten umgesetzt werden sollen.

Videos können ab sofort und bis zum 30. Oktober 2015 zum Wettbewerb eingereicht werden. Die Preisverleihung findet am 9. November 2015 in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt statt. Weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Anmeldung stehen im Internet unter: http://bildung2020.cool/wettbewerb