„Freedomvote“: 10 Fragen über digitale Freiheiten für die Schweizer Parlamentswahl

FSFE Schweiz startet Kampagne um Interessierte über politische Positionen bezüglich Netzpolitik, Freier Software und offenen Datenformaten zu informieren.

789

Anlässlich der Schweizer Parlamentswahlen (Nationalrat- / Ständeratswahlen) am 18. Oktober 2015 startet die FSFE Schweiz heute die Kampagne „Freedomvote“ in Zusammenarbeit mit der “Swiss Open Systems User Group“ (/ch/open). Freedomvote bietet allen Interessierten ein Onlineportal, welches die zur Wahl stehenden KandidatInnen und deren Position bezüglich Netzpolitik, Freie Software und offene Datenformate listet.

Die Freedomvote Kampagne möchte Wählenden eine Entscheidungshilfe über die zur Wahl stehenden Kandidaten bieten. Für viele Wählende ist es heute interessant, was Kandidierende über gewisse Aspekte von Netzpolitik denken, zum Beispiel Freiheit und Nutzerrechte im digitalen Zeitalter. Dennoch versuchen viele PolitikerInnen immer noch derartige Themen zu umgehen. Mit der Freedomvote Kampagne möchte die FSFE Schweiz das ändern und Netzpolitik und das Thema Freie Software auf die politische Agenda bringen. Alle Kandidierenden sind eingeladen, verschiedene, auch verbraucherrechtlich relevante Fragen zu E-Voting Netzneutralität, Open Data, Offene Dateiformate und Bildungsmaterialien, Freier Software und Verschlüsselung zu beantworten. Zudem haben die KandidatInnen die Möglichkeit, ihre eigene Position in eigenen Worten durch ein freies Textfeld darzulegen. Diese Antworten und Positionen der Kandidierenden können als eine Entscheidungshilfe zur Stimmabgabe dienen. Um die besten Übereinstimmungen zu finden, ist es auch möglich, ein eigenes Profil zu erstellen, um die eigenen Antworten direkt mit denen der Kandidierenden zu vergleichen.

KandidatInnen sämtlicher Parteien können sich auf unserer Plattform selbst, durch ihre jeweilige Partei oder uns persönlich erfassen lassen und zu den zehn Fragen Stellung nehmen“, erklärt Simon Wächter von Freedomvote, „damit hoffen wir auf regen Zuspruch seitens der KandidatInnen zu dieser Transparenzinitiative. Je mehr daran teilnehmen, desto besser kann die Kampagne eine Hilfe für Wählende sein.
Die FSFE Schweiz versendet diese Woche hunderte Mails und Briefe an Kandidierende um sie zur Teilnahme zu bewegen. Hilf Ihnen doch, indem Du die Kandidierenden Deiner Region zusätzlich ganz persönlich um ihre Teilnahme bittest.

Neben der Entwicklung und Bereitstellung von Freedomvote durch die FSFE Schweiz und der /ch/open wird die Kampagne von mehreren zivilgesellschaftlichen Organisationen unterstützt, der Parldigi, der Internet Society Switzerland Chapter, Opendata.ch, Digitale Allmend und der Willhelm Tux. Das gesamte Portal von freedomvote.ch ist eigenständig erstellt und als Freie Software veröffentlicht.