Behördenfinanziertes Crowdfunding-Projekt zu OOXML in LibreOffice/ Apache OpenOffice erfolgreich abgeschlossen

SUSE und Lanedo haben Verbesserungen bezüglich der Interoperabilität von LibreOffice mit Microsoft-Dokumenten umgesetzt. Die nächste anwendergesteuerte Entwicklungsphase ist bereits geplant.

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Die Anforderungen wurden durch die Stadt München, das schweizerische Bundesgericht, das französische Ministerium für Kultur und Kommunikation sowie weitere öffentliche Behörden finanziert, welche die Open Source Office-Lösungen LibreOffice und Apache OpenOffice nutzen. Dieses anwendergesteuerte Crowdfunding-Entwicklungsprojekt wurde durch die Arbeitsgruppe Office Interoperabilität der OSB Alliance koordiniert. Das Folgeprojekt wird nun im Rahmen eines Workshops am 29. und 30. Oktober 2013 in Stuttgart gestartet.

Öffentliche Behörden aus Deutschland, der Schweiz und Frankreich haben gemeinsam 160.000 Euro in die verbesserte Unterstützung von OOXML bei LibreOffice/ Apache OpenOffice investiert. Die Entwicklungstätigkeiten wurden diesen Sommer in partnerschaftlicher Zusammenarbeit durch das LibreOffice Team von SUSE und der Hamburger Open Source Firma Lanedo abgeschlossen. In den letzten zwölf Monaten wurden alle wesentlichen Anforderungen aus der ursprünglichen Spezifikation erfolgreich umgesetzt und in die offizielle Entwicklung von LibreOffice integriert. Die neuen Funktionalitäten wurden im Rahmen der Versionen 3.6, 4.0 und 4.1 von LibreOffice der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Document Foundation hat in ihrer Pressemitteilung vom Juli 2013 so auch darauf hingewiesen, dass die Interoperabilität in der neusten LibreOffice-Version 4.1 erneut wesentlich verbessert wurde.

Wie in der Spezifikation vorgeschrieben, haben SUSE und Lanedo sämtlichen in diesem Projekt entwickelten Quellcode auch unter der Apache License 2.0 veröffentlicht. Die Entwickler-Community von Apache OpenOffice kann dadurch den Quellcode analysieren und diesen nach Möglichkeit in die Apache OpenOffice Suite integrieren. Alle Resultate, frühere Pressemitteilungen und Präsentationen zu diesem Open Source Entwicklungsprojekt sind hier veröffentlicht.

Um eine nächste, behördenfinanzierte Entwicklungsinitiative zu starten, organisiert die Arbeitsgruppe Office Interoperabilität einen Workshop zur Erarbeitung der Anforderungen am 29. und 30. Oktober 2013 in den Räumlichkeiten der OSB Alliance in Stuttgart. Das Ziel wird sein, weitere gemeinsam benötigte Verbesserungen bei LibreOffice/ Apache OpenOffice zu definieren. Dieses Mal steht die OOXML-Interoperabilität der Nachverfolgung von Änderungen im Zentrum. Mehrere Behörden wie die Stadt München, die Stadt Jena, die Stadt Leipzig, das Schweizerische Bundesgericht, das Schweizer Informatiksteuerungsorgan des Bundes ISB sowie Kernentwickler von LibreOffice und Apache OpenOffice werden daran teilnehmen. Das Resultat des Workshops wird eine Spezifikation sein, die es Open Source Anbietern erlauben wird, Angebote für die Umsetzung der Anforderungen einzureichen.

Die Teilnahmegebühr des Workshops am 29. und 30. Oktober 2013 beträgt 2.500 Euro (CHF 3.000) pro Organisation. Die Gebühr deckt die Workshop-Organisation sowie die Fertigstellung einer detaillierten Spezifikation zur Implementierung der Anforderungen. Es können maximal 20 Personen am Workshop teilnehmen.

Für Anmeldung und weitere Informationen kann der Sprecher der Arbeitsgruppe Office Interoperabilität kontaktiert werden: Dr. Matthias Stürmer.