Open Source Business Award – Mitmachen!

Die Open Source Business Alliance hat wieder ihren OSBAR-Award ausgeschrieben. Es dürfte wieder einige Überraschungen geben, für welche Zwecke es Open-Source-Software gibt. Von Ludger Schmitz*

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Es wird Zeit, sich für den OSBAR zu bewerben; am 31. dieses Monats endet die Bewerbungsfrist. Die Teilnahme ist so offen, wie es sich für Open-Source-Software gehört. Mitmachen kann jeder: IT-Anbieter, Anwender, Projektgruppen, studentische Teams oder Privatpersonen. Einreichen müssen sie nicht etwa fertige Produkte, auch Ideen und Konzepte sind zugelassen. Nur Open Source (und natürlich innovativ) muss es sein.

Bewertungskriterien sind Innovationsgrad, Umsetzbarkeit und Markttauglichkeit. Dafür werden Punkte vergeben, und die verteilt eine Jury mit Prominenz in Open-Source-Kreisen: Jutta Kreyss, IT-Architektin der Stadt München, Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, Lenz Grimmer, Team-Leader bei der SUSE Linux GmbH, Lydia Pintscher, KDE-Präsidentin, und Nicolas Christener, Chef der Adfinis Sygroup und Vorstand CH Open.

Die Juroren dürften einige Überraschungen erleben, wo es überall Open Source gibt. Die thematische Bandbreite ist beträchtlich. Auffallend sind dabei keineswegs exotische Anwendungen, sondern durchaus überzeugende. So zählte 2015 „FHEM“, eine Lösung zur Hausautomatisierung und Energiemessung, zu den Gewinnern.

Im letzten Jahr bewarben sich 21 Projekte, und es wurde ein knappes Rennen um die Spitzenplätze. Die drei Sieger 2016 lagen nur um Nachkommastellen auseinander: privacyIDEA (Zwei-Faktor-Authentifizierung), openATTIC (Verwaltung von Speicherkomponenten in Netzen), Zammad (Helpdesk und Service). Nicht nur das: Erstmals erhielten zwei Projekte einen Sonderpreis zugesprochen. So beeindruckt war die Jury von den Eigenschaften dieser Anwendungen: „GNU Health“ und „pretty easy privacy“ (pep).

Jetzt geht es also um die vierte OSBAR-Verleihung, und wieder darf man gespannt sein, was es alles gibt. Die Prämierung der Sieger folgt am 6. Dezember 2027 im Rahmen der „Open!“-Konferenz in Stuttgart. Danach dürfen sich die Sieger an Veranstaltungen und Auftritten der OSB Alliance beteiligen und ihre Lösungen präsentieren. Außerdem sorgt die Organisation durch ihre Pressearbeit für Publicity.

Es gilt also eine Open-Source-Maxime: MIT-MACHEN!

*Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.