Bildung 2020 – freie und offene Bildung als wichtigste Grundlage des Lernens

Die Arbeitsgruppe Education der OSB Alliance hat sich zum Ziel gesetzt, das hohe Gut der freien und offenen Bildung stärker in den Fokus der Verantwortungsträger zu rücken. (Ein Gastbeitrag von Tina Buhr, Stellvertretende Sprecherin der WG Education)

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Dafür haben wir gemeinsam mit einer großen Zahl an Mitgliedsunternehmen in den letzten 3 Jahren ein schlüssiges Konzept für eine schulische Umgebung der optimalen Lernerfahrung auf Basis offener Standards und Systeme erarbeitet, dessen aktueller Stand im November 2015 auf der Konferenz “Bildung im digitalen Zeitalter” in Frankfurt präsentiert wird.

Die Working Group Education ist die größte und eine der aktivsten Arbeitsgruppen der OSB Alliance. Deshalb möchten wir heute die Gelegenheit nutzen, unsere Verantwortung für das Thema nochmals für alle transparent zu machen: Immer mehr Unternehmen wie z.B. die Deutsche Bahn sagen “Wir wollen bei der Einstellung keine Schulzeugnisse mehr sehen”, Institutionen wie der Marburger Bund wollen Studenten, die sich wirklich für ein (Medizin-) Studium eignen und nicht nur solche, die einen Numerus Clausus erfüllen.” Flankiert wird das von einer drastisch gestiegene Zahl unzufriedener Eltern, die sich bis hin zum Gerichtsbeschluss gegen die Schulpflicht stellen. Ein paar Beispiele von vielen – Sie können sicher auch welche beitragen – die andeuten, dass Wirtschaft und Gesellschaft mit den schulischen Ergebnissen hochgradig unzufrieden sind.

Denn: Unternehmen und Eltern haben schlicht nicht soviel Zeit, um vielleicht 20 Jahre zu warten, bis unser Schulsystem so ist, wie es sein sollte. Für Unternehmen stehen dabei Herausforderungen wie Fach- und Führungskräftemangel, Digitalisierung und Veränderung der Arbeitswelten, Geburtenrückgang und Globalisierung im Zentrum.

Erfahrungsgemäß wird es jedoch nicht besser, in dem man Schulen, Schulleitern, Lehrern oder Bildungspolitikern sagt, was sie tun sollen. Das führt vor allem nicht dazu, dass sich in den Schulen der Geist verändert. Der Geist, dass Bildung ein freies und offenes Gut bleiben muss, dem ein Zauber innewohnt: Die Lust am Entdecken und Gestalten – bestenfalls gemeinsam.

In der Schule geht es nicht um die reine Aneignung von Weltwissen, sondern um die Schaffung optimaler Lernerfahrungen, für die (die Eltern unter Ihnen werden es bestätigen) unsere Kinder die besten Voraussetzungen ins Leben mitbringen, die jedoch im Laufe der schulischen Laufbahn häufig gebrochen werden. Und: Neurobiologie und Neuropsychologie bestätigt es: Nur lebendige Beziehungen zu anderen lebendigen Person führen zu Wissensübernahmen und dazu, dass sich Kinder entfalten können. Je schneller die richtigen Managementsysteme dazu verfügbar sind, um so eher werden diese Szenarien beflügelt!

Dort wo Schüler aus sich selbst heraus lernen, entsteht ein neues Rollenverständnis zwischen Schülern, Lehrern und Eltern. Solche Schulen schaffen für unsere Unternehmen Absolventen, die Exzellenz, Engagement, Kreativität, Freude an Verantwortung, Freundlichkeit und Zielstrebigkeit mitbringen und zukünftig zu Wertschöpfung und Wohlstand beitragen.

In diesem Kontext bitten wir Sie weiter um Unterstützung: Werden Sie nicht müde und fordern Sie als Unternehmer auf allen Ebenen erstklassig ausgebildete Absolventen von Politik und Verwaltung ein. Setzen Sie die Signale im Dialog so, dass das unser Konzept eine starke Verbreitung erfährt und zügig umgesetzt werden kann. Die Grundsteine sind gelegt.

Herzliche Grüße
Tina Buhr


Wenn Sie als Mitglied der OSB Alliance Interesse an der Mitwirkung in dieser Working Group haben, können Sie sich gerne an die Geschäftsstelle unter info(at)osb-alliance.com wenden.